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In diesem Jahr beteiligt sich die Bibliothek der Hochschule Regensburg erstmalig mit einer Veranstaltung am Gedenken an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren. Bei einer Lesung werden Auszüge au dem Werk "Wie die Frau den Mann erlebt" von Sofie Lazarsfeld vorgestellt.

Vor 80 Jahren, unmittelbar nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, wurden im Rahmen der "Aktion wider den undeutschen Geist" in zahlreichen deutschen Städten Bücher politisch unerwünschter Autoren vernichtet. Eine der Autorinnen, deren Gedankengut nicht mit der nationalsozialistischen Weltsicht konform ging, war Sofie Lazarsfeld.

Die gebürtige Wienerin stammte aus einer jüdischen Familie, war in der sozialdemokratischen Bewegung aktiv und gründete bereits 1926 eine individualpsychologische Ehe- und Sexualberatungsstelle. In ihrem Buch "Wie die Frau den Mann erlebt" aus dem Jahr 1931 hält Sofie Lazarsfeld ihre Betrachtungen zur Persönlichkeitsentwicklung der Frau, Lebensgestaltung von Frauen und Männern und zur Ehe fest. Dieses Buch stand 1933 auf der Liste der zu verbrennenden Bücher.

Heute, über 80 Jahre später, sind das Buch und die darin behandelten Fragen immer noch aktuell. Die Lesung dient somit nicht nur dem Gedenken an die Bücherverbrennung, sondern stellt zugleich die überaus modernen Gedanken Sofie Lazarsfelds zur Gleichstellung von Frauen und Männern vor.

Informationen zur Veranstaltung:
Was? Lesung: "Wie die Frau den Mann erlebt" (1931) von Sofie Lazarsfeld (gelesen von Prof. Dr. Clarissa Rudolph, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, und Claudia Kulke, HS.R-Gleichstellungsbeauftragte)
Wann? 08.05., 19:30 Uhr
Wo? Hochschulbibliothek Regensburg, Seybothstraße 2
Bildquelle: |
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