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Der Verein TierrechteAktiv e.V. Regensburg setzte kurz vor Weihnachten ein deutliches Zeichen gegen das Tragen von Pelz: Trotz der kalten Temperaturen zogen sie blank und zeigten, dass sie lieber "nackt" durch Regensburg ziehen als im Pelz. Seit einigen Jahren ist es wieder chick und trendy, Pelz zu tragen. Das enorme Leid, das dahinter steckt, ist vielen Pelzträgern allerdings unbekannt oder gleichgültig.

Der Demomarsch gegen das Tragen von Pelz fand am Samstag (22.12.) von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr statt und zog auch über die Weihnachtsmärkte in der Regensburger Innenstadt. In Unterwäsche ging der Demozug vom Arnulfsplatz über den Haidplatz, Kolenmarkt, Domplatz, Neupfarrplatz, Pustetpassage, Bismarktplatz und dann zurück zum Arnulfsplatz.  

Die Produktion von Pelz ist grausam. Doch am Ende entscheidet der Verbraucher. Die Pelzbranche boomt und hat ihren Hauptabsatz in Deutschland und den USA. Pelzkrägen und Pelz-Accessoires sind seit vielen Jahren in Mode. Viele Konsumenten wissen dabei oftmals nicht, dass sie Echtpelz kaufen und tragen. Bis zu 85 Prozent aller Felle für die Pelzindustrie stammen von Tieren, die in Gefangenschaft und bisweilen zu Tausenden auf Pelzfarmen gehalten werden.

Obwohl China der weltweit größte Pelzexporteuer ist und mehr als die Hälfte der für den europäischen Markt importierten Pelzbekleidung liefert, unterliegen die Pelzfarmen in diesem Land keinerlei Tierschutzbestimmungen oder Kontrollen. Es spielt keine Rolle, ob Tiere zur Pelzgewinnung in Europa, Asien oder Nordamerika gezüchtet und getötet werden – sie leiden überall unter den gleichen furchtbaren Lebensbedingungen und brutalen Schlachtmethoden. Wie in anderen Massentierbetrieben, in denen die Tiere unter extrem beengten Verhältnissen gehalten werden, orientieren sich die Methoden auf Pelzfarmen ausschließlich an maximalen Profit, was immer zu Lasten der Tiere geht. Nerze und Füchse werden dabei am häufigsten auf Pelzfarmen gehalten. Doch auch Chinchillas, Luchse, Kaninchen, Hunde, Katzen und sogar Hamster werden für den Pelzhandel gezüchtet.

Um möglichst billig zu produzieren, werden die Tiere zu Abertausenden in winzige, karge und verdreckte Drahtgitterboxen gequetscht, in denen sie sich kaum bewegen können. Sie sind gezwungen, ihr ganzes Leben in ihren eigenen Exkrementen auf den gleichen Beton-, Draht- oder Gitterböden zu verbringen und haben keinerlei Möglichkeit, ihren natürlichen, instinktiven Verhaltensweisen nachzugehen. Das Leben in dieser beengten Gefangenschaft ist für alle Tiere gleich qualvoll.

Der 2009 gegründete Verein TierrechteAktiv e.V. Regensburg möchte das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen und über die Hintergründe des Pelztrends aufklären. Neben der Ausbeutung von Tieren in der Pelzindustrie kämpfen sie auch für die sogenannten Nutztiere, gegen Tiere im Zirkus, für eine Dult ohne Ponyreiten, gegen Tierversuche und gegen die Ausbeutung von Tieren im Allgemeinen.
Bildquelle: Kamerafoto / filterVERLAG | Archiv
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