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Wer sich für seine Trekkingtouren auf Zeltkauf begibt, wird vom riesigen Angebot halbwegs erschlagen. Der Laie stößt hier unweigerlich auf ein unvorhersehbares Problem, denn das Nachtlager soll schließlich einiges können: Es soll nicht nur wenig wiegen, sondern auch leicht auf- und abzubauen sein, zudem geräumig, wasserdicht und stabil bei Wind und Wetter. Auf was man beim Zeltkauf achten muss, erklärt wir Ihnen hier.

Welche Zeltform für was?

Kuppelzelte eignen sich aufgrund ihres geringen Gewichts und ihrer Kompaktheit vor allem für Alpentrekker und Bergsteiger. Sie stehen im Notfall auch ohne Heringe stabil und können auch auf durchgängigem Fels aufgebaut werden. Das Innenzelt wird bei vielen Ausführungen einfach an das überkreuzende Außengestänge befestigt, das Außenzelt nur übergeworfen und bei den Bodenverankerungen festgeklippt. Um vollste Stabilität zu gewährleisten sollte das Zelt bei starkem Wind jedoch komplett abgespannt sein.

Tunnelzelte eignen sich bei eher offenem und grasigem Terrain. Sie besitzen relativ kurze Gestänge und sind in vielen Fällen leichter als ihre Konkurrenten. Der Aufbau geht mit 4-6 Heringen relativ schnell und leicht von der Hand, jedoch muss ein Tunnelzelt bereits bei mäßigem Wind mit allen vorhandenen Heringen abgespannt werden. Für steiniges Gelände sind sie eher ungeeignet, außerdem bieten sie aufgrund ihrer geringeren Höhe wenig Sitzkomfort.

Wer auf Nummer sicher gehen will und bei Sturm und Wetter auf ein robustes Zelt setzt, ist mit einem Trekkingzelt in geodätischer Form bestens beraten. Durch die sich vier bis sechs sich mehrmals kreuzenden Gestängebögen dauert der Aufbau zwar relativ lange, wird dafür aber mit einem riesigen Stauraum und maximaler Stabilität belohnt. Der Geodät ist im Vergleich zu seinen Alternativen jedoch schwerer. Gerade für unerfahrene Trekker könnten Aufbau und Transport eine Herausforderung darstellen.

Einwandig oder doppelwandig?

Unabhängig von der Zeltform existieren einwandige und doppelwandige Zelte. Erstere sind etwas leichter und eignen sich immer dann, wenn die Umgebung eher kalt und trocken ist und auf Stauraum verzichtet werden kann. Aufgrund des Fehlens einer zweiten Außenhaut entfallen sowohl Apsiden, in welchen zusätzlicher Stauraum vorhanden wäre, und die Atmungsaktivität. Wer sich in feuchten und regnerischen Gebieten aufhält und auf eine größere Menge Equipment angewiesen ist, sollte sich deshalb immer für ein doppelwandiges Zelt entscheiden.

TIPP: Bei ausgeklügelten Zelten sind Innen- und Außenzelt miteinander verbunden, so dass durch das Aufrichten des Außenzeltes das Innenzelt mitaufgerichtet wird. Das erspart Zeit und schützt den Innenraum vor Nässe, wenn es bereits während des Zeltaufbaus regnet! Gut positionierte Belüftungslöcher garantieren für eine gute Luftzirkulation und verhindern einen größeren Wärmeverlust.

Wassersäule

Die Wassersäule in den Herstellerangaben zeigt Wasserdichtigkeit der verwendeten Materialien an. Viele denken dabei jedoch immer nur an das Regenwasser, das bei Sturm gegen das Zelt prasseln könnte. In Realität sieht es jedoch so aus, dass diese Werte praktisch nie vom Regen erreicht werden, sondern lediglich von Knie und Po, welche das Wasser durch den Zeltboden drücken. Deswegen ist es ratsam, immer eine Zeltunterlegeplane zu verwenden, um den Boden trocken und sauber zu halten.

Tipp: Bereits ab 1.200 mm Wassersäule des Tops, dem Dach des Zeltes, gilt ein Zelt als wasserdicht. Ab 3.000 mm ist es garantiert wasserdicht. Beim Boden sollte man darauf achten, dass dieser eine Wassersäule von 5.000 mm aufweist. Außerdem ist es wichtig, dass der Boden so versteift ist, dass er eine kleine Wannenform bildet und sich die Ränder vom Untergrund abheben. So gelingt garantiert kein Wasser aus sich beim Regen bildenden Pfützen ins Zelt! Bei guten Zelten ist der Boden auch mehrfach abspannbar!


Preisgestaltung
Preislich liegen keine Welten zwischen den verschiedenen Zeltformen und –Ausführungen. Einsteigermodelle gibt es bei den Tunnel- und Kuppelzelten bereits ab 200 EUR – ideal um den Typ Zelt auszutesten. Wer jedoch anständige, qualitativ hochwertige und leichte Materialien wünscht, wird in der Regel erst ab höheren Preissegmenten fündig – bei jedem Zelttyp.
Bildquelle: bigstockphoto.com |
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