Internetvirus „Locky“ grassiert in Bayern


Schon seit einiger Zeit ist der hartnäckige Trojaner Locky im Umlauf und legt zum Beispiel Rechner des Fürther Klinikums oder des Fraunhofer Instituts in Bayreuth lahm. Doch wie funktioniert die bösartigeRansomware? Welche Schutzmaßnahmen können von Unternehmen ergriffen werden?

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Als E-Mail-Anhang getarnt

Locky tarnt sich wie viele Trojaner als harmlos anmutender E-Mail-Anhang. Wer ihn öffnet, kann im Handumdrehen nicht mehr auf seine Dateien mehr zugreifen. Das Fatale an diesem Trojaner ist, dass er nicht nur einzelne Rechner sondern ganze Netzwerke lahmlegen kann. Wie der Münchner Merkur berichtet, hat Locky beispielsweise in einer Firma aus Hohenlinden (Landkreis Ebersberg) gleich 30 Rechner außer Gefecht gesetzt. Der Inhaber meldete den Fall der Polizei. Die Kosten für die Wiederherstellung der Daten sowie für die verlorene Arbeitszeit sind immens.

Wer erneut Zugriff auf die Dateien bekommen möchte, muss einer Lösegeldforderung nachkommen. Davon rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik jedoch ab, stattdessen soll Anzeige erstattet werden. Mit dieser Masche zählt Locky zu der Oberkategorie der Ransomware – also der Lösegeld- oder Erpressersoftware. Wie Antenne Bayern im Februar von dem Sicherheitsexperten Kevin Beaumont in Erfahrung bringen konnte, sollen zu der Zeit circa 5.300 Rechner pro Stunde mit dem Virus infiziert worden sein. Aktuell sind Mails von Trittbrettfahrern im Umlauf, die sich als Warnung des Bundeskriminalamts tarnen, selbst aber einen Trojaner enthalten – das berichtet unter anderem das IT-Portal Golem. Dieser wird allerdings von den üblichen Virenscannern erkannt und ist im Vergleich zu Locky verhältnismäßig harmlos und versucht ‚nur‘ an Passwörter des Nutzers zu gelangen.

Wie richtig schützen?

Essentiell für den Schutz gegen Viren und Trojaner aller Art ist eine aktuelle Scanner-Software, die auf jedem Rechner im Unternehmen und daheim installiert sein sollte. Auch das Betriebssystem muss regelmäßig mit Updates versorgt werden – das gilt gerade bei älteren Betriebssystemen, bei denen die Funktion für automatische Updates möglicherweise deaktiviert ist. Manche Mail-Anbieter – wie 1&1 – bieten auch Business-Lösungen mit Virenschutz und Spamfilter an. Mittlerweile schützen laut des Stern-Magazins immerhin 47 von 55 getesteten Antivirenprogrammen vor Locky. Allerdings kann es mitunter Tage dauern, bis die Programme auf neue Bedrohungen aus dem Netz reagieren können. Daher sollte in jedem Fall zusätzlich die Firewall aktiviert sein und unerwartete E-Mails, die zum Klicken eines Links, zur Installation oder zum Öffnen eines Anhangs aufrufen, stets mit Vorsicht behandelt werden. Auch regelmäßige Back-ups der Daten mindern bei einem Befall den Verlust.

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Foto: Flickr, Olli Henze
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