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Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg ist zurzeit aufgrund des Teil-Lockdowns geschlossen. Auf die aktuelle Bayernausstellung muss dennoch niemand verzichten. Denn das Haus der Bayerischen Geschichte stellt den Film zur Ausstellung online.  

„Tempo, Tempo – Bayern in den 1920ern“ heißt die aktuelle Bayernausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Obwohl das Museum im Moment geschlossen ist, muss dennoch niemand auf die Bayernausstellung verzichten. Zumindest nicht komplett: Denn das Haus der Bayerischen Geschichte stellt „Wartesaal“, den Film zur Ausstellung, der bisher auf der Kinoleinwand im Museum zu sehen war, in voller Länge online. Außerdem führt Kurator Wolfgang Reinicke in einem Videoclip durch die Höhepunkte der Schau.  

Mit bayerischen Kabarettgrößen auf Zeitreise in die 1920er Jahre 

Der Film „Wartesaal“ entführt die Zuschauer in die bewegten 1920er Jahre. Das Drehbuch stammt vom bayerischen Moderator und Schauspieler Christoph Süß, der durch den rund 30-minütigen Film führt. Mit von der Partie sind prominente Kabarettgrößen wie Luise Kinseher als Hitler-Gegnerin, Helmut Schleich als konservativer Beamter oder Max Uthoff und Christian Springer. In weiteren Rollen: Carolin Hartman, Vincent Sauer und Pola Jane O'Mara aus dem Ensemble des Münchner Volkstheater.   

Die unterschiedlichen Charaktere sind der Gesellschaft jener aufreibenden Zeit entsprungen. Nach Weltkriegsende, Revolution und der Ermordung Kurt Eisners 1919 weiß niemand in München so recht, wie es weitergehen soll. Alle warten – und keiner weiß worauf. Inflation, Armut und Krankheiten heizen die angespannte Stimmung noch mehr an. Politische Kontroversen, falsche Heilserwartungen, frivole Faschingspartys und modischer Bubikopf – „Wartesaal“ zeigt die vielen verschiedenen Facetten der Dekade.   

Kurzführung durch die Ausstellungshöhepunkte 

In fünf Minuten zu den Höhepunkten der Bayernausstellung „Tempo, Tempo - Bayern in den 1920ern“:  Kurator Wolfgang Reinicke zeigt online außerdem die Exponate der Schau. Kulturgeschichtlich bedeutsam ist dabei vor allem die Nobelpreisurkunde von Thomas Mann. Den Alltag veränderten vor allem technische Neuheiten, die in dieser Dekade Verbreitung finden, wie Staubsauger und Kleinbildkamera. Schreibmaschine und Telefon revolutionierten das Berufsleben und ließen neue Arbeitsplätze für Frauen entstehen. Rasant änderte sich auch die Mobilität: Viele der beliebten Zweikrafträder sind „Made in Bayern“. Mit dem Oldtimer FAUN „K3“ zeigt die Schau eine absolute Rarität, von dem es heute nur noch zwei Exemplare gibt.

Den Film sowie die Kurzführung finden Sie hier.

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