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Musik kennt keine Grenzen und spricht eine universelle Sprache, die Nationen verbindet. Deshalb dürfen im Rahmen des aktuellen Jahresthemas „Kulturhauptstadt Pilsen 2015“ die musikalischen Veranstaltungen nicht fehlen. Am Sonntag, 11. Oktober 2015, lädt um 11 Uhr das Deutsche Radio Kammerorchester in den historischen Reichssaal des Alten Rathauses zum Konzert „Mozarts Reise über Regensburg nach Prag“ und damit zu einer spannenden musikalischen Reise ein.

Das Publikum darf sich außerdem auf zwei renommierte Gäste freuen: Pianist Jeremy Menuhin und Dirigent Martin Fischer-Dieskau. Das Programm wird mit der Sinfonia in C von Josef Mysliveček eröffnet. Danach folgen zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, unter anderem das wunderbare Klavierkonzert „Jeune Homme“.

Besondere Besetzung

Dem künstlerischen Leiter und Konzertmeister des Deutschen Radio Kammerorchesters Walter Schreiber ist es gelungen, zwei namhafte Musiker für dieses besondere Konzert in Regensburg zu gewinnen: Der berühmte Pianist Jeremy Menuhin steht seit Jahrzehnten erfolgreich auf den internationalen Konzertbühnen und arbeitet mit anerkannten Musikern und Klangkörpern. Dirigiert wird das Konzert von Martin Fischer-Dieskau, der seit 1983 am Pult des London- und Royal Philharmonic Orchestra, des NHK Orchesters Tokio und der Berliner Philharmoniker sowie bis zu ein Hundert weiterer europäischer, amerikanischer und japanischer Orchester stand und der das Deutsche Radio Kammerorchester in der letzten Saison mit einer umjubelten Konzerttournee durch China geleitet hat.

Mit der bewussten Rückkehr zu einer kleinen Besetzung findet das Deutsche Radio Kammerorchester zu einem brillanten, affektreichen und hinreißenden Klang, der aus der spontanen Musizierfreude des Moments geboren wird und den Meisterwerken neue Farbe verleiht. Handverlesene Instrumentalisten verbinden sich hier in konzentrierter Arbeit zu einer ganz persönlichen künstlerischen Aussage. So fand das Orchester bereits weltweite Anerkennung.

Gute Freunde: Mozart und  Mysliveček

Dass selbst wir heute immer noch gute zwei Stunden Zugfahrt benötigen, um aus Regensburg in die westböhmische Partnerstadt Pilsen zu gelangen, die sich 2015 als Kulturhauptstadt Europas präsentiert, lässt uns wertschätzen, welchen unerträglichen Strapazen sich Reisende im 18. Jahrhundert ausgesetzt sahen. Und die beiden Freunde und Protagonisten des Konzerts, Josef Mysliveček (1737 – 1781) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), sind in ihrem Leben viel gereist – sie saßen vermutlich häufig länger in der Kutsche als am Klavier.

Der Österreicher und der Böhme mussten erst nach Italien fahren, um sich persönlich zu treffen, obwohl die Stadt Prag als Ort der Begegnung näher gelegen hätte, spielte sie doch in Mozarts Schaffen später eine so wichtige Rolle und war obendrein die Heimat Myslivečeks. Die beiden trafen sich aber erstmalig 1770 in Bologna. Mozart war also bereits als Vierzehnjähriger beglückt, Myslivečeks Kompositionsstil in der C-Dur-Symphonie als für ihn selbst durchaus vorbildlich zu erleben, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass Mysliveček zu den ganz wenigen Autoren seiner Epoche zählte, deren Werke noch zu Lebzeiten in Paris, Amsterdam und London in Druck erschienen. Auch war es Mysliveček, der Mozart einen Opernauftrag in Italien zu verschaffen hoffte ‒ nicht umgekehrt.

Nach seiner ersten Italienreise kam Mozart als erzbischöflicher Konzertmeister zurück nach Salzburg und vollendete dort sowohl seine beiden Symphonien KV 183 und 201 wie auch sein 9. Klavierkonzert. Für alle diese Werke ‒ besonders für die sogenannte „kleine g-moll“-Symphonie ‒ gelten vollständig neue Ausdrucksqualitäten, die sich gegenüber der beispielsweise in Myslivečeks Symphonie noch vorherrschenden Wohlanständigkeit und kompositorischen Sittenstrenge wie Sendboten einer zukünftigen musikalischen Formensprache ausnehmen: Synkopen als Ausdruck hoher persönlicher Emotivität und atemberaubender Kontrapunkt statt konventioneller Figuration.

Musikalischer Herbst beim Jahresthema

Dieses besondere Konzert leitet den musikalischen Herbst beim Jahresthema ein: Eine Woche später, am 17. Oktober 2015, lässt das Ensemble „…sed vivam!“ im Runtingersaal die „Musik entlang der Goldenen Straße“ erklingen und präsentiert dabei Werke aus den bedeutendsten Sammlungen und Drucken aus Mittelalter und Renaissance. Am 24. Oktober 2015 lädt das Sudetendeutsche Musikinstitut zum Klavierrecital von Věra Müllerová ein; im Auditorium des Thon-Dittmer-Palais stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Claude Debussy und Leoš Janáček sowie Musik zeitgenössischer Komponisten auf dem Programm. Abschließend wird am 8. November 2015 im Rahmen der Städtepartnerschaft der Cantemus-Chor zusammen mit dem Radiosymphonieorchester Pilsen „Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms“ im Audimax aufführen.

Aktuelle Informationen zum Jahresthema „Kulturhauptstadt Pilsen 2015“ gibt es im Internet unter www.regensburg.de/kultur.

Informationen zum Konzert

Termin: Sonntag, 11. Oktober 2015, 11 Uhr

Ort: Historischer Reichssaal im Alten Rathaus

Karten:

·         Preisklasse I: 22 Euro (für Schüler/Studenten: 11 Euro)

·         Preisklasse II: 18 Euro (für Schüler/Studenten: 9 Euro)

·        Schwerbehinderte ab 80 Prozent Schwerbehinderung erhalten 25 Prozent Ermäßigung

Kartenvorverkauf:

·         www.okticket.de

·         Kulturamt der Stadt Regensburg, Haidplatz 8, Telefon: 507-1414

·         Tourist-Info am Alten Rathaus, Telefon: 507-5050

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Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Foto: Jeremy Menuhin

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