Siegfried – Götterschweiß und Heldenblut


siegfried goetterschweiss und heldenblut einsNach elf Jahren sind im Münchner Lustspielhaus die Germanen wieder los. Hojotoho! „Siegfried – Götterschweiß und Heldenblut“, das von der Presse gefeierte und vom Publikum geliebte Germanical kommt heute wieder auf die Bühne. Lange hatte der Drache seine Ruhe. Damit ist es jetzt vorbei. Siegfried greift diesen Sommer wieder zum Schwert.

Nach so vielen Jahren ohne Spitzhauben und Tarnkappen sind alte und neue Kräfte verrückt genug, dieses fröhliche Spektakel den Besuchern um die geneigten Ohren und Augen zu hauen. Die Jungfern ächzen, die Zwerge sprechen mit einer Zunge und die Götter streiten sich. Genau, wie es sich für ein deftiges Nibelungenspektakel gehört.

Streit, Neid, Eifersucht und Mord – nichts wird ausgelassen. Ausgelöst natürlich von einem Goldschatz und jenem berühmten Ring, der unendliche Macht verleiht.

siegfried goetterschweiss und heldenblut zweiDiese Geschichte ist nicht neu. Sogar ziemlich alt. Doch hat man irgendwie das Gefühl, dass die Gier nach immer mehr und die Begeisterung, über die Anderen zu herrschen, frisch sind wie vor zwölfhundert Jahren. Ebenso wie die Lust, mit dem Schwert erstmal alles in kleine Stücke zu hauen und dann, aber nur wenns sein muss, nachzufragen.

Der „Siegfried“ im Lustspielhaus ist aber nicht nur bunt, er ist auch angenehm laut und musikalisch. Vom selbstverliebten Königsfetzen über den Rachetango bis hin zum fröhlichen Sterbelied: alles kann - alles muss! Der grüne Hügel wird gelb vor Neid, gibt es aber niemals zu.

Und wenn dann die Helden erstochen sind, Götter ihre Dämmerung erleben und die Oberschicht wieder mal nichts kapiert hat, geht alles wieder von vorne los. Wie im richtigen Leben halt.

„Siegfried“ - die lustigste Heldenverehrung seit es Lindenblätter gibt. Hojotoho! 

Ein Germanical von Alexander Liegl, Manfred O. Tauchen und Gabi Rothmüller. Es spielt die Creme de la Creme des bayerischen Kabaretts: Constanze Lindner als Kriemhild, Zwerg und Urgermanin. Martin Frank als der neue Siegfried aus Niederbayern. Alexander Liegl als Zwergenkönig und Burgunderkönig. Thomas Wenke als Gott Wotan und seine Tochter Brünnhilde. Gabi Rothmüller als Göttin, holde Jungfer und Zwerg und Aron Altmann erstmals als Hagen von Tronje. Die Musik stammt von Altmann, Auer, Schimann und Liebethal.

Gespielt wird nach der Premiere am Dienstag im Lustspielhaus zu folgenden Terminen: Mittwoch, 16. bis Samstag, 19. August, sowie Dienstag, 22. bis Samstag 26. August, sowie Dienstag 29. bis Donnerstag, 31. August 2017. Tickets gibt es bei allen bekannten VVK-Stellen, www.muenchenticket.de, www.eventim.de, www.lustspielhaus.de 

Die Geschichte

Es ist die Geschichte von einem Ring, der Macht und Verderben mit sich bringt, was aber ungeschickterweise kaum einer weiß. Bestens informiert ist nur Alberich, der Zwergenkönig, Bewohner einer finsteren Unterwelt mit finsteren Zukunftsplänen.

Es ist die Geschichte dieses Alberichs, der verzweifelt versucht, dieses Ringes habhaft zu werden und der nur deshalb einen Sohn gezeugt hat, Hagen, der als trauriger Erfüllungsgehilfe am Hofe des Burgunderkönigs die dunklen Pläne seines Vaters ausführen soll.

Es ist die Geschichte von Göttervater Wotan und seiner Göttergattin Fricka, die irgendwie verantwortungslos mit ihrer göttlichen Macht umgehen. Denn wenn etwas für sie gut ist, dann ist es doch für alle gut. Oder?

Und es ist die Geschichte von Königskindern, Helden und Walküren, die allesamt in diese Welt hineingeworfen wurden. Und beim Versuch, ihrem eigenen Leben Größe und Wichtigkeit zu geben, agieren und paktieren sie wild durcheinander, werden zwischen Liebe, Leidenschaft, Machtgier, Triumpf, Trauer, Verzweiflung und Hass hin- und hergeworfen und schaffen es, am Schluss alles falsch gemacht zu haben, was man nur falsch machen kann.

Eine Geschichte, direkt aus dem deutschen Leben gegriffen und gewürzt mit einem Lindenblatt.
Eine Geschichte, in der Mittelalter, Romantik und Neuzeit aufeinandertreffen und die einen uralten Mythos zum neuen Leben erweckt.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Gila Sonderwald



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