Tattoos – von Subkulturen zum Mainstream


pixelio tattoos von subkulturen zum mainstream fullTattoos gibt es schon seit Jahrtausenden. Sie galten früher als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Subkultur, der Treue zu einem bestimmten Anführer oder zeigten den sozialen Status des Trägers an. Seit den neunziger Jahren hat sich das Tattoo jedoch zum Massenphänomen entwickelt.

Mitverantwortlich dürften dabei viele Prominente, darunter auch Johny Depp und Angelina Jolie, sein, die ihre Tattoos der Öffentlichkeit präsentierten. Schnell eiferten die Scharen an Fans ihren Idolen nach und etablierten den permanenten Körperschmuck als Modetrend.

Heutzutage sind Tätowierungen eher ein markantes Merkmal der modernen Mode und Teil des Mainstreams. Sich ein Tattoo zu stechen, scheint mittlerweile vollkommen normal und wird immer beliebter: Jeder vierte Deutsche trägt sogar mindestens ein Tattoo, 21% denken darüber nach, sich tätowieren zu lassen und laut einer Studie der Universität Leipzig ist rund die Hälfte aller Frauen zwischen 25 und 34 Jahren tätowiert.

Sind Tattoos ungesund oder gar gefährlich?

Auf den ersten Blick scheint es vollkommen ungefährlich, sich tätowieren zu lassen. Dennoch sind Tätowierungen gar nicht so unproblematisch. Nach zahlreichen Studien, die in 30 Ländern auf der ganzen Welt durchgeführt wurden, kamen Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung, dass das Risiko an Hepatitis C zu erkranken direkt mit der Anzahl der Tätowierungen zusammenhängt.

Infektionskrankheiten,Hautkrankheiten und Allergien sind weitere Probleme, die sich bei einem Menschen entwickeln können, der sich dazu entschieden hat, in die Haut gestochene Zeichnungen an seinem Körper zu tragen. Dabei ist den meisten nicht mal bewusst, was ihnen unter die Haut injiziert wird. Obwohl es nicht viele wissenschaftliche Belege dafür gibt, ob Tätowierungen tatsächlich gesundheitsschädlich sind, ist es aber wichtig zu wissen, dass es immer um Chemikalien geht. Bunte Tätowiermittel enthalten beispielweise Azofarbstoffe, die mit der Zeit krebserregende Spaltprodukte bilden. Schwarze Tätowier-Farben enthalten häufig Rußpartikel, die wiederum polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) beinhalten. Einige von ihnen erhöhen – ebenso wie die Spaltprodukte der Azofarbstoffe – das Krebsrisiko.

In modernen Farben wird zudem ein Bindemittel beigesetzt, das für eine optimale Verteilung der Pigmente sorgt. Außerdem können die verwendeten Farben auch Schwermetalle wie Quecksilber, Chrom, Cadmium, Kobalt oder Nickel beinhalten. Diese stehen unter Verdacht Allergien oder Erkrankungen auszulösen.
Sich tätowieren zu lassen, sollte also wohl überlegt sein. Auch aus einem ganz anderen Grund heraus: Viele sind mit ihrem permanenten Körperschmuck später unzufrieden. In Deutschland liegt diese Zahl immerhin bei 700.000 Menschen.
Bildquelle: pixelio.de | jena



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