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In der nördlichen Hemisphäre weist uns der Polarstern den Weg nach Norden. Das passt natürlich perfekt zu Volvo, weshalb die hauseigene Sportabteilung Polestar heißt und sich nun den Powerhybriden XC60 T8 zur eisigen Veredelung vorgenommen hat.

 
Vorweg jedoch zur feurigen, energiegeladenen Seite. T8 steht für die Twin Engine (filter 01/2018). Volvo zeigt hier die extreme Bandbreite, die sich mit einer 2-Liter-Hubraum-Maschine abbilden lässt. Während in der kleinsten Benzinversion damit maximal 190 PS (T4) anliegen, leistet der Motor im XC60 Polestar Engineered 318 PS. Dazu kommen dann noch 87 PS aus dem Elektroantrieb, sodass insgesamt 405 PS bereitstehen – im Maximum stehen satte 670 Nm Kraft für die Weiterverarbeitung zur Verfügung. Elektrische Unterstützung gibt es dabei bis 160 km/h. Und so verwundert es auch nicht, dass dieser XC60 in supersportlichen 5,4 Sekunden auf 100 km/h sprintet. Turbo plus Kompressor plus Elektromotor – eine brachiale Angelegenheit. Bei 230 km/h ist Schluss. Volvo hat sich ab dem Frühjahr 2020 freiwillig auf 180 km/h Vmax beschränkt, und damit ist es wohl der letzte unlimitierte Polestar.
 
Wie damals ist die Ausfahrt im Power-XC60 ein Genuss. 30 Nm mehr dank Polestar-Tuning erfreuen den Fahrer zusätzlich. T8 – im Durchzug definitiv ein großer V8, nur dass es hier in Sachen Klang nicht ganz so tief blubbert. Dafür schafft der T8 in unserer Ausfahrt Verbrauchswerte von 9,4 Litern bei 130 km/h in der Ebene. SUV und Hybridkonzept bringen natürlich ein paar Kilo auf die Waage, hier sind es gut 2,2 Tonnen. Polestar hat sich zur Massenbändigung dazu zwei Besonderheiten einfallen lassen. Zum einen ist die 6-Kolben-Bremsanlage von Akebono so groß, dass zwischen dem Sattel und den Speichen der 21-Zoll-Felgen nur etwa drei Millimeter Platz ist. Sie ist in unserer Ausfahrt nicht an ihre Leistungsgrenze zu bringen. Zum anderen wird ein komplett anderes Fahrwerk verbaut – ein (auch in der Federvorspannung) einstellbares Gewindefahrwerk von Öhlins. Die Dämpfung kann vom Fahrer einfach per Hand separat an der jeweiligen Einheit reguliert werden – für vorne, wie am Foto zu sehen, an den Domen. Schon in der neutralen Einstellung ist es beim regulären T8 härter. Wir haben die Dämpfung während der Ausfahrt dann auf ganz hart umgestellt. Einknicken und Nachschieben bei Lastwechseln fallen dann nahezu flach: Es wird direkter, und im Umkehrschluss spürt man natürlich zum Beispiel Bodenwellen deutlicher. Sport eben. Ein Spaß also für all jene, die gerne mal manuell am Setup feilen und sich für ihre Fahransprüche etwas einstellen möchten.
 
Das Fahrverhalten des Plugin-Hybriden ähnelt – Sicherheit geht vor - dem eines Fronttrieblers, da der Benziner die Vorderachse antreibt. Der Elektromotor ist alleine im Bedarfsfall für die Hinterachse zuständig. Wer leise summend durch die Stadt brausen will, fährt rein elektrisch und kommt damit maximal 47 Kilometer weit. Das Hybridkonzept ist hier hervorragend integriert. Fünf Fahrmodi geben dem Fahrer zusätzlich Einwirkungsmöglichkeiten auf das Fahrsetup und das Ansprechverhalten des gesamten Drivetrains, und außerdem ergänzen sie das Heer an Sicherheitsassistenzen perfekt. Volvo lässt hier als Vorreiter selbstverständlich nichts vermissen.
 
Schauen wir uns nun aber doch an, was der Zusatz „Polestar Engineered“ bietet. Denn wer dieses Paket erwirbt, legt immerhin 9.900 Euro dazu! Es hört sich nach viel an, ist es aber (ausnahmsweise) nicht! Da wären also die 15 Zusatz-PS des Benziners und die satten und weit wichtigeren 30 zusätzlichen Newtonmeter, die uns mehr Durchzug und mehr Kraft garantieren. Davon kann man nie genug haben. Mit dem Aufpreis erhält der Käufer aber weit mehr Tuning. Eigene, wirklich feine 21-Zoll-Felgen beginnen den Reigen. Zum einstellbaren Sportfahrwerk gibt es noch eine Domstrebe, die die Karosserie zusätzlich versteift. Ebenso wurden die Lenkung und die Getriebeschaltzeiten nachgeschärft, was auch für die dann verbauten Akebono-Bremsen samt den güldenen Sätteln gilt. Golden sind übrigens auch die Gurte, die auf dunklem Leder und den Sitzen mit perfektem Seitenhalt besonders gut zur Geltung kommen. Unter anderem gibt es dazu noch das Panorama-Glasschiebedach, das umfassende Infotainmentsystem samt Navi und bester Soundausstattung, das beheizbare Sportlenkrad samt Schaltwippen, Alupedale und die programmierbare Standheizung.

Wenn es also mal etwas Rakete sein darf, bekommt der Schwedenfan seinen wirklich eigenen Nordstern ab 84.600 Euro.
Bildquelle: Kamerafoto / filterVERLAG | Lengfellner

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