Regensburger Ausbildungsmarkt im Ungleichgewicht

Viele Stellen, wenig Bewerber. So sieht derzeit der Ausbildungsmarkt im Agenturbezirk Regensburg aus. Eine Chance für leistungsschwache Bewerber, eine Herausforderung für die Zukunft. Der demographische Wandel hat den Arbeitsmarkt fest im Griff.

Vor rund einem Monat, am 30.September 2012, ging das Berufsausbildungsjahr 2011/12 zuende. Nun, zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres, das am 1. Oktober begonnen hatte, legte die Agentur für Arbeit in Regensburg aktuelle Zahlen vor. Ihnen zufolge gibt es mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber.

Situation in Regensburg

Insgesamt 4.183 junge Menschen hatten sich bis zum 30. September 2012 um einen Ausbildungsplatz im Agenturbezirk Regensburg beworben. Gemeldet waren 4.800 freie Ausbildungsstellen.

Damit stieg die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um 509 Angebote oder 11,9 Prozent. Dagegen ist die Anzahl der Bewerber mit aktuell 4.183 leicht zurück gegangen.

Gute Aussichten für Regensburger Azubis?

"Aus Bewerbersicht kann die aktuelle Situation kaum besser sein. Wir können jedem jungen Berufsstarter zumindest rein rechenrisch einen Ausbildungsplatz anbieten", freute sich Johann Götz, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur für Arbeit Regensburg.

Allerdings wird es für die Arbeitgeber immer aufwendiger werden, Nachwuchskräfte zu akquirieren. Und noch etwas zeichnet sich ab auf dem Stellenmarkt. So seien laut Götz die Personalentscheider zunehmend bereit, auch vermeintlich leistungsschwächere Bewerber einzustellen. "Das sehen wir daran, dass der Bedarf an Fördermaßnahmen durch unsere Arbeitsagentur in den letzten vier Jahren um knapp 60% zurückgegangen ist", so Götz weiter.

Probleme und Maßnahmen

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen drastisch gestiegen ist. So blieben zum 30.09.2012 im Agenturbezirk Regensburg 574 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das sind 179 oder 45,3 Prozent mehr als im vorigen Ausbildungsjahr.

"Für uns ist das ein deutliches Zeichen, dass uns der Wettbewerb um die jungen Leute auch in den kommenden Jahren stark beschäftigen wird. Ich denke dabei an demografische Berechnungen, die uns belegen, dass die Anzahl junger Menschen sinken wird. Damit einhergehend sinken insbesondere die Zahlen der Hauptschulabsolventen, was in der Folge ein schmäler werdendes Potential für die betriebliche Ausbildung bedeutet", gab Götz zu Bedenken.

Daher werde die Agentur für Arbeit ihre Aktivitäten in Richtung Bewerber noch weiter intensivieren. Zusätzlich möchte die Arbeitsagentur zugleich die Kommunikation mit unseren Arbeitgeberkunden enger gestalten, damit die Vermittlung von Nachwuchskräften optimiert wird. Auch die Netzwerkaktivitäten zu Politik, Wirtschaft und Bildungswesen sollen in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. "Unser Ziel ist, dass alle jungen Menschen in Ausbildung kommen und alle Arbeitgeber ihre Nachwuchskräfte bekommen", so Johann Götz.
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