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Mehr als 40 Unternehmer aus Polen und Ostbayern knüpften beim Wirtschaftstag am Montag, den 26. November 2012 in der IHK Regensburg erste Geschäftskontakte. Aber auch das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur stand im Fokus. 

Initiiert wurde der deutsch-polnischer Wirtschaftstag von der Internationalen Handelskammer (IHK). Rund 40 polnischen Gäste aus den Branchen Maschinen-und Fahrzeugbau, Elektrische Ausrüstungen und Metallverarbeitung trafen sich in Regensburg mit bayerischen Unternehmern, um bayerische Partner für Einkauf, Verkauf und Produktion zu finden.

Ohne Kontakt kein Kontrakt

Bevor die eigentliche Kooperationsbörse eröffnet wurde und die Unternehmer miteinander ins Gespräch kommen konnten, informierten Experten zum polnischen Markt sowie rechtlichen und steuerlichen Aspekten im Polengeschäft.

Außerdem zeigte Dr. Matthias Kneipp vom Deutschen Poleninstitut Unterschiede, Besonderheiten und Missverständnisse auf, die manchmal auftreten können, wenn Deutsche und Polen miteinander Geschäfte machen.

Deutschen Unternehmern beispelsweise rät Kneipp, sich über etwaige Missverständnisse nicht zu wundern. Denn Polen kämen in der Regel nicht gleich zur Sache. "Bevor die an den Vertrag denken, laden sie erst einmal zum Essen ein und erkundigen sich nach der Familie." Deutsche hielten Smalltalk für unnötig, sagte Kneipp. "Polen hingegen schließen erst Verträge ab, wenn sie ihrem Gegenüber Vertrauen schenken." Das bestätigte auch der polnische Unternehmer Leszek Kieloch: "Ohne Kontakt, kein Kontrakt!" 

Die Uhren ticken anders

Aber auch polnische Unternehmer haben manchmal ihre liebe Not mit den Deutschen. Zum Beispiel, wenn die zu wenig Zeit mitbringen. "Der deutsche Manager meint, er könnte sich frühmorgens ins Auto setzen, nach Polen fahren, einen Vertrag abschließen und abends wieder heimkommen", sagt Kneipp. Das sei utopisch. "Vor allem, weil viele Deutsche der Meinung sind, sie kommen in Polen mit dem Auto so schnell von A nach B wie bei sich", gibt der Pole Piotr Hasny von der Firma Inkubator Technologies zu bedenken. Dem deutschen Autobahnnetz mit 13.000 Kilometern Länge steht das polnische mit derzeit 1.500 Kilometern und hohem Transitaufkommen auf den Landstraßen gegenüber.

Chancen nutzen

Die Modernisierung der Infrastruktur im Straßenbau habe nebender Modernisierung des Energiesektors deshalb oberste Priorität, bestätigt Botschaftsrätin Katarzyna Rzezniczek von der polnischen Botschaft. Dabei ergeben sich viele Möglichkeiten auch für ostbayerische Unternehmen, am Wirtschaftswunder an der Weichsel teilzuhaben. "Bereits heute exportieren rund 100 Firmen aus Ostbayern nach Polen", berichtet die Botschaftsrätin. Nach der Kooperationsbörse in der IHK sind es bald vielleicht ein paar mehr.

Eine Liste der polnischen Firmen hält die IHK für Unternehmerinnen und Unternehmer bereit.
Mehr Infos bei Franz Josef Knott, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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