Situation an Bayerns Hochschulen


situation an bayerns hochschulen full„Vielfältige Spitzenleistungen in Forschung und Lehre sowie ein enorm breites Lehrangebot in ganz Bayern, diese beiden Entwicklungen kennzeichnen die Situation von Wissenschaft und Hochschule im Freistaat im aktuellen Wintersemester 2017/2018“, betonte Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München.

Studierendenzahl steigt weiter an

Mit 390.000 Studierenden ist die Zahl der Studierenden zum aktuellen Wintersemester um etwa 10.000 gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Darunter befinden sich rund 77.000 Erstsemester. Das Verhältnis zwischen Studierenden an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften beläuft sich weiterhin auf etwa zwei zu eins. Gewachsen ist auch der Haushalt für die Hochschulen im Freistaat. 5,18 Milliarden Euro hat der Landtag im Haushaltsjahr 2017 für die 9 Universitäten, 17 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und 6 Kunsthochschulen bereitgestellt, im kommenden Jahr werden es 5,27 Milliarden Euro sein.

Ambitionierte Großprojekte in Augsburg und Nürnberg

„Kein Land in Deutschland hat gegenwärtig solch ambitionierte Großvorhaben wie Bayern“, führte Minister Spaenle aus und verwies dabei auf den Aufbau der Universitätsmedizin Augsburg – dort wird eine sechste Medizinische Fakultät mit Forschungsschwerpunkten in der Environmental Health Science und Medical Information Science aufgebaut.“ Im Doppelhaushalt sind als erste Tranche dafür rund 200 Planstellen dafür ausgewiesen.

Außerdem wird in Kulmbach ein neuer Hochschulcampus im Bereich Lebensmittel und gesunde Ernährung aufgebaut und in Bayreuth ein Medizincampus Oberfranken auf den Weg gebracht.

„Die gigantische Herausforderung ist der Beschluss des Bayerischen Kabinetts, in Nürnberg eine neue Universität mit Schwerpunkt in den Technikwissenschaften mit 5.000 bis 6.000 Studienplätzen zu errichten. Diese Vorhaben kann Bayern nur stemmen, weil die Unternehmen und die Menschen im Land enorm leistungsfähig sind. Die Früchte werden den Menschen vor Ort zugutekommen“, so der Minister.

Ein ambitioniertes Großprojekt ist auch die Digitalisierung an Hochschulen und Universitätsklinika. Minister Spaenle nannte in diesem Handlungsfeld u. a. zwei Einrichtungen, das Zentrum Digitalisierung. Bayern als bayernweite Forschungs- Kooperations- und Vernetzungsplattform, für die der Freistaat u. a. zusätzlich 20 Lehrstühle und Professuren an den Hochschulen bereitgestellt hat, und die Beteiligung bayerischer Klinika an der Initiative des Bundesforschungsministeriums in der Medizininformatik.

Ein weiteres für den Wissenschaftsstandort wesentliches Projekt ist die Neuverhandlung des sog. Innovationsbündnisses, das den Hochschulen u. a. eine finanzielle Planungssicherheit über mehrere Jahre bietet – im Gegenzug bei der Verpflichtung, gemeinsame hochschulpolitische Ziele umzusetzen.

Neue Studiengänge und Bauprojekte

Neben den Großprojekten werden an den Universitätsstandorten neue Studiengänge eingerichtet, etwa folgende Masterstudiengänge:

- „Interdisziplinäre Lehr-Lernforschung“ an der Universität Augsburg,
- „Digitale Denkmaltechnologien“ an der Universität Bamberg,
- „Responsibility in Science, Engineering and Technology“ (Elitestudiengang) an der TUM oder
- „Politics & Technology“ an der Hochschule für Politik der TUM

Bayern errichtet viele neue Hochschulgebäude, z. B.:

- ein Gebäude für Materials Resource Management an der Universität Augsburg für 43,2 Millionen Euro,
- ein Gebäude für das Zentrum für Materialwissenschaften, Werkstofftechnologie und das Zentrum für Energietechnik an der Universität Bayreuth für 44 Millionen Euro,
- eine Zentralbibliothek für die Philologischen Fächer an der LMU München für rund 38 Millionen Euro,
- das Nano-Institut der LMU München für 26 Millionen Euro,
- der Neubau der Pferdeklinik der LMU München für 29 Millionen Euro,
- der Neubau der Mikrobiologie der LMU München für 48 Millionen Euro,
- der Neubau der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM für insgesamt 113 Millionen Euro,
- der Neubau der Mensa der TUM in Garching für rund 45 Millionen Euro

sowie der Neubau des Instituts für Topologische Isolatoren der Universität Würzburg für rund 13 Millionen Euro.

Im hohen dreistelligen Bereich sind die Kosten für Baumaßnahmen für die Universitätsklinika angesiedelt. Dazu gehören etwa:

- der Neubau der Portalklinik des Klinikums der Universität München für rund 98 Millionen Euro,
- das OP-Zentrum des Klinikums rechts der Isar der TUM für rund 44 Millionen Euro,
- der Forschungsbau TranslaTUM als interdisziplinäres Krebsforschungszentrum am Klinikum rechts der Isar der TUM für rund 50 Millionen Euro und
- der Forschungsbau für das Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg mit gut 50 Millionen Euro.

Bayerns Hochschulen und Wissenschaftler national und international sehr stark

„Bayerische Hochschulen und viele ihrer Wissenschaftler spielen in der internationalen und bundesdeutschen Hochschulwelt nach wie vor eine Spitzenrolle“, erklärte Minister Spaenle und belegte seine Aussage mit Beispielen wie der hohen Anzahl von Leibniz-Preisträgern der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder von ERC-Grants des European Research Council an bayerische Wissenschaftler. „Beim Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft rangieren drei bayerische Universitäten unter den ersten zwölf, die LMU München sogar auf Platz 1. In der Medizinforschung ist Bayern als einziges Land in Deutschland an allen sechs vom Bund geförderten Nationalen Zentren der Gesundheitsforschung beteiligt, die sich den Volkskrankheiten widmen“, konkretisierte der Minister.

Das Ansehen bayerischer Hochschulen in der Scientific Community und bei Studierenden im Ausland sei enorm: „Die Zahlen sprechen für sich“, so Minister Spaenle. „Bayerische Hochschulen bilden aktuell 43.000 ausländische Studierende aus,  Bayerns Hochschulen sind mit rund 4.800 Hochschulen eine Kooperation in Forschung und Lehre eingegangen. Mit dem Programm ,Internationalisierung 2.0‘ werden wir diesen Trend noch verstärken.“

Bayern werde deshalb seine proaktive Begabten- und Forschungsförderung fortsetzen, z. B. im Rahmen des Elitenetzwerks. Über dieses fördert Bayern derzeit rund 1.800 Stipendiaten im Rahmen des Max-Weber-Programms, ermöglicht die Einrichtung von Elitestudiengängen – fünf neue ab dem kommenden Jahr – und Nachwuchsforschergruppen – sechs ab dem kommenden Jahr.

Hochschulangebote in der Region werden ausgeweitet

„Mit der ,Wissenschaftsgestützten Struktur- und Regionalisierungsstrategie‘ haben wir das Netz von Studien-, Hochschul- und Wissenschaftsangeboten über ganz Bayern dichter gespannt und es wird gut angenommen. Die Hochschulangebote sind Innovationsmotoren in den Regionen.“

„Die Zahl der Studierenden wuchs von 1.100 im vergangenen Wintersemester auf nun rund 1.900“, lenkte Minister Spaenle den Blick auf die Anstrengungen, Talente im ländlichen Raum zu erschließen und die Regionen weiter zu stärken. „Für die Umsetzung der Strategie nimmt Bayern viel Geld in die Hand, für den Ausbau zusätzlicher Hochschulangebote in allen Regionen Bayerns werden allein im aktuellen Doppelhaushalt insgesamt 120 zusätzliche Stellen geschaffen. Mit den bereits vorhandenen Stellen und Sachmitteln engagiert sich der Freistaat mit rund 31 Millionen Euro pro Jahr für die Regionalisierung der Hochschullandschaft. Die Bilanz ist eindeutig. Bayernweit können junge Menschen nun an 16 Standorten, an denen bisher kein Hochschulangebot war, ein Studium aufnehmen, von Miltenberg bis Hauzenberg, von Kronach bis Burghausen“, stellte Minister Spaenle dar. Ein Großteil der neuen Studienangebote war bereits zum Wintersemester 2016/2017 gestartet worden. Aber auch im aktuellen Wintersemester beginnen neue, weitere Studienangebote: u. a. der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit“ der HaW Rosenheim am Standort Mühldorf am Inn, der neue Lernort der HaW Aschaffenburg in Miltenberg mit dem Bachelorstudiengang in Betriebswirtschaft, der englischsprachige Bachelorstudiengang „Mechatronics“ in Schweinfurt und der Bachelorstudiengang „Health Informatics“ der TH Deggendorf in Pfarrkirchen. Neben Standorten, an denen die Lehre und das Studium im Vordergrund stehen, hat Bayern mit der „Wissenschaftsgestützten Struktur- und Regionalisierungsstrategie“ auch Standorte ausgemacht, bei denen die angewandte Forschung bzw. der Wissenstransfer im Fokus sind. Dazu gehören Technologietransferzentren an bayernweit mittlerweile 17 Standorten. Vier weitere sind in der Planung. Daneben gibt es Forschungsaußenstellen einzelner Hochschulen, z. B. in Kronach, Feuchtwangen oder Neuburg an der Donau.

Bayerns Hochschulen bei Förderlinien von Bund und Ländern erfolgreich

Bei den Bund-Länder-Vereinbarungen zur Förderung von Wissenschaft und Forschung haben die bayerischen Hochschulen bisher gut gepunktet: Bei der ersten Auswahlrunde von fast 500 Tenure-Track-Professuren beim Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Universitäten sind 64 an die TUM und die FAU Erlangen-Nürnberg gegangen, bei der Initiative „Hochschule Innovativ“, die sich vor allem an die Hochschulen für angewandte Wissenschaften richtet, rangieren die bayerischen Hochschulen bei den Förderzusagen im Ländervergleich mit weitem Abstand auf Platz 1. Bei der Exzellenzstrategie im Ringen um die Förderung von Exzellenzclustern, die die Grundlage für die zweite Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ darstellen, liegen fünf bayerische Universitäten gut im Rennen.
Bildquelle: pixelio.de | Thomas Kölsch



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