Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität


bekaempfung der wohnungseinbruchskriminalitaet fullAm Donnerstag, 09.11.2017 fanden im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland Pfalz im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz besondere mobile und stationäre Kontrolleinsätze statt. Der Schwerpunkt lag dabei in der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls.

„Der Wohnungseinbruchdiebstahl ist eine Erscheinungsform der Diebstahlskriminalität, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in besonderer Weise beeinträchtigt!“ stellte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister fest und erklärte mit Blick auf die statistische Entwicklung: „Auch wenn die aktuellen Zahlen eine günstige Entwicklung erkennen lassen, kann ich der Oberpfälzer Bevölkerung versichern, wir werden mit unseren zeit- und personalintensiven Bemühungen im Kampf gegen die Wohnungseinbruchskriminalität nicht nachlassen!“

Um die Einbruchskriminalität in Wohnräume und gewerbliche Objekte aber auch um die Kraftfahrzeug- und Betäubungsmittelkriminalität  effektiv und nachhaltig zu bekämpfen, führten am Donnerstag, 09.11.2017 in der Zeit zwischen 15.00 Uhr und 21.00 Uhr, etwa 200 Einsatzkräfte stationäre und mobile Kontrollen insbesondere an Ausfallstraßen, internationalen Verkehrswegen und Raststätten durch. Im Grenzbereich wurden auch die Ausweichstrecken sowie Busse und die grüne Grenze in die Überprüfungen mit einbezogen.

Die größte Kontrollstelle richteten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung aus Waidhaus auf der BAB A 6, auf dem Parkplatz Ulrichsberg in Fahrtrichtung Tschechische Republik ein. Unterstützung erhielten die Oberpfälzer Fahnder dabei von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Bei den selektiven Kontrollen nahmen die Einsatzkräfte annähernd 220 Fahrzeuge, mitgeführte Gegenstände sowie 750 Personen und deren Personaldokumente besonders in den Blick. 

Gesamtbilanz und Fahndungserfolge:

In der Oberpfälzer Gesamtbilanz finden sich über 1450 überprüfte Personen und mehr als 670 Kraftfahrzeugen, darunter auch drei Reisebusse, wieder. Vier Personen wurden zumindest vorübergehend festgenommen. Die Einsatzkräfte leiteten zudem in elf Fällen Strafverfahren wegen verkehrsrechtlicher Delikte, Verstößen nach dem Waffenrecht oder dem Betäubungsmittelgesetz ein. Zudem ergab sich bei sechs Fahrzeuglenkern Verdachtsmomente, dass diese unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen am Straßenverkehr teilgenommen haben.

In Furth im Wald gelang es, einen Mercedes Sprinter, besetzt mit einem ungarischen und einem ukrainischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls aus dem Verkehr zu ziehen. In dem Fahrzeug fanden die kontrollierenden Beamten Gegenstände im Wert von ca. 20.000 Euro, die einer entsprechenden Straftat in Augsburg zugeordnet werden konnten. Gegen die beiden Fahrzeuginsassen ergingen nach Absprachen der Polizeiinspektion Furth im Wald und der Kripo Augsburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Augsburg Haftbefehle gegen die beiden Männer. Die Tatverdächtigen wurden inhaftiert und die mitgeführten Gegenstände sichergestellt.

Mit der Sicherstellung eines fünfstelligen Bargeldbetrages endete die geplante Fahrt von zwei Männern aus der Oberpfalz ins östliche Nachbarland bei Waldsassen. Im Verlauf der Kontrolle ergaben sich Anhaltspunkte, dass das Geld zum Ankauf von Betäubungsmitteln bestimmt war. Daher sehen sich die beiden Männer mit Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz konfrontiert.

Hinweise rund um das Thema Wohnungseinbruchdiebstahl

Ein Einbruch in ein Haus oder eine Wohnung, stellt eine massive Verletzung der Privatsphäre dar und ist für die Betroffenen ein unerwarteter Schock, der langjährige, teils massive psychische Folgen nach sich ziehen kann.
Wenn man jedoch weiß, wie die Täter vorgehen und verschiedene Ratschläge beachtet, ist es möglich den Langfingern ein Schnäppchen zu schlagen.

  • Haupteinbruchszeiten: 
Die Haupteinbruchszeiten liegen schwerpunktmäßig zwischen 16.00 Uhr und 20.00 Uhr sowie zwischen 00.00 Uhr und 02.00 Uhr. Aber natürlich werden Einbrüche auch außerhalb dieser Zeiten begangen.

  • Vorgehensweise (Modus operandi):
In der Vielzahl der Fälle werden günstig gelegene Fenster oder Türen aufgehebelt, eingeschlagen oder eingeworfen. Die Täter nähern sich oftmals über rückwärtige Bereiche z. B. den Garten oder die Terrasse an das Objekt an und brechen dortige Zugänge auf. Häufig werden potentielle Tatobjekte vorher ausspioniert z. B. durch Auskundschaften der Umgebung, Kontrollanrufe oder Sturmklingeln kurz vor dem Einbruch, um herauszufinden, ob sich jemand in der Wohnung bzw. im Haus aufhält. Vereinzelt kommt es auch zu einer persönlichen Kontaktaufnahme mit den späteren Opfern. So wird z. B. unter einem Vorwand an der Türe geklingelt (Betteln, Bitte um ein Glas Wasser etc.), um zu sehen, ob sich ein Einbruch lohnt.

Polizeiliche Tipps:

  • Sorgen Sie für Helligkeit im Umfeld ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung z.B. durch Installieren eines Bewegungsmelders
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit immer verschließen. Vorsicht: „ Gekippte Fenster sind offene Fenster“
  • Rollläden nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsüber Abwesenheit zu signalisieren. Dies kann durch den Einsatz von Zeitschaltuhren erreicht werden
  • Bei längerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden z.B. überquellender Briefkasten, entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter, zugezogene Gardinen etc.  
  • Bewusst auf verdächtige Personen und Fahrzeuge im Umfeld achten; evtl. auch Kfz-Kennzeichen, Marke und Fahrzeugtyp sowie Beschreibungen zu Personen notieren
  • Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können. Nach den Erkenntnissen der Polizei trägt die Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung von Einbrüchen bei
  • Sollten Sie Zeuge eines Einbruches werden, verständigen Sie sofort über die polizeiliche Notrufnummer: 110 die Polizei
  • Generell gilt:  Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig anrufen

Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen:

Darüber hinaus verfügen die Kriminalpolizeiinspektionen Regensburg, Amberg und Weiden über speziell ausgebildete Fachberater, bei denen man sich u. a. zum Thema Einbruchschutz beraten lassen kann. Die Beamten kommen auf Wunsch auch vor Ort und geben kostenlos Tipps, wie man die Sicherheit in seinem Haus bzw. seiner Wohnung verbessern kann.   

Ihre Erreichbarkeit kann man über die örtlich zuständige Polizeiinspektion erfragen.
Wie man sein Hab und Gut wirksam vor Einbrechern schützt, kann man auch im Internet unter:

www.k-einbruch.de   oder
www.polizei-beratung.de  nachlesen.
Bildquelle: pixelio.de | Lutz Stallknecht



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