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21 Prozent aller Kinder leben in Deutschland laut aktueller Bertelsmann-Studie mindestens fünf Jahre dauerhaft oder wiederkehrend in Armut. Am Bahnhof und in der Stadt begegnen uns Menschen, die um jeden Cent betteln. Alleinerziehende Mütter und Väter drohen sich durch den Spagat zwischen Job und Kinder im Alltag selbst zu verlieren. „Armut gibt es auch vor unserer Haustür. Wie wir die Menschen, die durch alle sozialrechtlichen Raster fallen, behandeln, sagt viel über unsere Gesellschaft aus", sagt Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann zu Beginn der diesjährigen Frühjahrssammlung. Von 25. Februar bis 4. März sind wieder im ganzen Bistum, in Pfarreien und auf den Straßen, ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammler der Caritas unterwegs.

Aus unterschiedlichsten Gründen geraten Menschen in Not: ein Unfall, eine plötzliche Erkrankung, Lebenskrisen. Dort, wo Not herrscht, reicht die Caritas den Menschen die Hand. „Es ist unser Anspruch, dort zu sein, wo sonst niemand mehr ist. Fernab des Rampenlichts, am Rande unserer Gesellschaft, gibt es viele Menschen, die unsere Hilfe brauchen", so Weißmann. Nur eine Gesellschaft, die zusammenhält und die Nöte der anderen nicht aus den Augen verliert, sei eine sozial gerechte. Gutes tun tue eben gut - dem Helfer wie dem Spender sowie der ganzen Gesellschaft, so Weißmann.

Kleiner Beitrag, große Wirkung
Die Caritas setzt sich ein für arme, schwache, sozial benachteiligte, obdachlose, kranke, junge und alte Menschen, mit und ohne Behinderung. Nur zehn Euro und der kleine Manuel kann zur Geburtstagsfeier seines Freundes wie alle anderen auch ein Geschenk mitbringen. 25 Euro kostet das Bayernticket, mit dem die 55-jährige Elisabeth wenigstens einmal im Jahr ihren arbeitslosen Bruder in der nördlichen Oberpfalz besuchen kann. Und 30 Euro ermöglichen einer bedürftigen Familie eine Einsatzstunde des Familienentlastenden Dienstes der Caritas. Die „5-Sterne-Baybsitter" der Caritas kümmern sich dann um Kinder mit geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderungen. Oder: 200 Euro und die allein lebende 72-jährige Magda, mit einer Rente von 32 Euro plus Grundsicherung, bekommt wieder einen funktionstüchtigen Kühlschrank. Und: 100 Euro helfen einer psychisch und physisch erschöpften alleinerziehenden Mutter, die Zuzahlung zur dringend notwendigen Kur zu leisten. „Wir fragen nicht danach, wer Schuld an der Notlage ist, sondern wollen einfach nur helfen, dass die Menschen wieder eine Perspektive für ihr Leben finden", sagt der Caritasdirektor.

Hilfe auf Augenhöhe – in Pfarrei und Verband
Die Caritas bietet professionelle Hilfe im organisierten Verband: von der Schwangerschaftsberatung über Familien entlastende Dienste, Sozial-, Schuldner- oder Suchtberatung bis hin zu Hilfen im Alter oder am Ende des Lebens. Aber auch in jeder Pfarrgemeinde laufen caritative Projekte und Initiativen. Angefangen von der Eltern-Kind-Gruppe, über Hausaufgabenbetreuung bis hin zu Projekten für Flüchtlinge.

Zweckgebunden für die Region
In der Woche vom 25. Februar bis 4. März sind die Caritas-Sammler unterwegs. Am 25. Februar ist die Kirchenkollekte in den Gottesdiensten für die Arbeit der Caritas bestimmt. „Ohne Spenden könnten wir viele Hilfen nicht mehr leisten. Sie ermöglichen unseren Diensten Freiräume, um über das vom Staat finanzierte Maß hinaus sinnvoll aktiv werden zu können", erläutert Michael Weißmann. Die Spenden sind zweckgebunden und kommen ausschließlich in Not geratenen Menschen im Bistum Regensburg zugute. 40 Prozent der gesammelten Spenden bleiben in der Pfarrgemeinde für dortige soziale Arbeit. Der Rest geht über die regionalen Caritasverbände an Hilfsprojekte im Bistum.

Transparenz und Zuverlässigkeit
Der Umgang mit den Spendengeldern unterliegt ständigen Prüfungen durch den Bundes- und Landesrechnungshof, die Kommunen, die Bischöfliche Finanzkammer und unabhängige Prüfgesellschaften. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat festgestellt, dass die Caritas mit dem niedrigsten Satz an Verwaltungskosten auskommt. Jeder Sammler kann sich ausweisen: Er führt eine von der Pfarrei abgestempelte Sammelliste mit, die als Legitimation dient. Straßensammler haben einen von Caritas oder der Pfarrei ausgestellten Sammelausweis. Die Büchsen sind verschlossen, plombiert und haben die offizielle Caritas-Banderole.

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