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Die Regierung der Oberpfalz hat im Beisein von Vertretern der Stadt Wörth a. d. Donau im Naturschutzgebiet Stöcklwörth drei Informationstafeln aufgestellt. Diese Tafeln sollen die Bürgerinnen und Bürger über das Naturschutzgebiet und über die Artenhilfsmaßnahmen für den Großen Brachvogel informieren.

Die Wiesen im Naturschutzgebiet Stöcklwörth an der Donau beherbergen eine der letzten Populationen des Großen Brachvogels in unserer Region. In den 70er Jahren haben zwischen Regensburg und Straubing noch über 400 Paare gebrütet, heute sind es keine 20 mehr. Der Große Brachvogel ist eine in Deutschland vom Aussterben bedrohte Art.

Der Brachvogel ist ein Bodenbrüter. Die Küken schlüpfen um den 10. Mai und sind als Nestflüchter gleich nach dem Schlupf sehr mobil. Als Artenhilfsmaßnahme stellt die höhere Naturschutzbehörde der Regierung der Oberpfalz seit 2012 jährlich mit ehrenamtlicher Hilfe einen Elektrozaun zum Schutz der Gelege und der Küken vor Füchsen und Wildschweinen auf. Der Zaun bleibt stehen, bis die Küken flügge geworden sind, also bis etwa Ende Juli. Die Küken können den Schutzzaun jederzeit verlassen und weit umherlaufen. „Es ist daher besonders wichtig, dass Hunde im Naturschutzgebiet immer an der Leine gehalten werden“, betonte Wolfgang Ahlmer von der höheren Naturschutzbehörde der Regierung der Oberpfalz. Darüber hinaus wird auf den Infotafeln unter anderem darauf hingewiesen, dass die Besucher des Naturschutzgebietes die Wege nicht verlassen und die Tiere nicht aufschrecken sollen.

Noch vor wenigen Jahren erreichte kaum ein Küken das Erwachsenenalter, seit der Einzäunung sind es bereits fast 70, berichtete Ahlmer. Die Beringung von Küken zeige mittlerweile auch, dass hier geborene Brachvögel aus den Winterquartieren zu uns zurückkehren. Aus Ringfunden und von der Ausstattung der Tiere mit Sendern wisse man, dass die Brachvögel von hier das Winterhalbjahr in Spanien und Portugal verbringen. „Die Zahl der Brutpaare nimmt im Stöcklwörth auch langsam zu. Das beweist, dass unsere Maßnahmen wirksam sind“, freute sich der Biologe: „Das ist auch das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit mit den Landwirten, den Jagdberechtigten und der Wasserwirtschaft.“

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