Kultusminister Piazolo: Mathe-Abi war angemessen


Auch in Regensburg hatten sich die Gymnasiasten über das diesjährige Mathe-Abitur beschwert und in einem offenen Brief die Schwierigkeit angeprangert. Das Bayerische Kultusministerium hat die Prüfung genau unter die Lupe genommen. Das Fazit: anspruchsvoll aber angemessen. Einen Grund zum Eingreifen sieht Kultusminister Michael Piazolo deshalb nicht gegeben.

Wie das Bayerische Kultusministerium mitteilt, habe es die Hinweise zur diesjährigen schriftlichen Abiturprüfung im Fach Mathematik sorgfältig geprüft. „Wir haben die Hinweise von Schülerinnen und Schülern ernst genommen und auf Basis der derzeit verfügbaren Fakten geprüft, ob die Aufgaben insgesamt deutlich schwerer waren als in den Vorjahren“, so Piazolo. Nach Einschätzung der einbezogenen Experten sei die Abiturprüfung „anspruchsvoll aber insgesamt angemessen“ gewesen, so der Minister weiter. Mit Blick auf die noch ausstehenden Kolloquiumsprüfungen appellierte Piazolo an die Schüler, sich auf diese Prüfungen zu konzentrieren. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse sieht Piazolo derzeit keinen Anlass, ins diesjährige Mathe-Abi einzugreifen.

Die Einschätzungen des Kulturministeriums im Überblick:

  • Im Rahmen des mehrstufigen Kontrollverfahrens im Vorfeld der Prüfung wurden keine Mängel oder Auffälligkeiten festgestellt.
  • Die nach der Prüfung einbezogenen Experten schätzen die Aufgaben als fachlich einwandfrei, lehrplankonform und hinsichtlich des Schwierigkeitsgrads als anspruchsvoll, aber insgesamt angemessen ein.
  • Eine Stichprobenauswertung der Erstkorrektur der schriftlichen Prüfung in Mathematik deutet darauf hin, dass der Notendurchschnitt etwas schlechter als in den vergangenen Jahren ausfallen könnte.

Piazolo auch beim diesjährigen Abitur zuversichtlich

Das bewährte Korrekturverfahren mit Erst- und Zweitkorrektur werde an den Schulen nun in aller Sorgfalt termingerecht fortgesetzt, so das Kultusministerium. Nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse am 31.05.2019 hätten die Schüler die Möglichkeit, sich der mündlichen Zusatzprüfung zu unterziehen. Abiturienten, die unter ihren Erwartungen abgeschnitten haben, hätten damit eine reguläre Möglichkeit, das Prüfungsergebnis noch zu verbessern. Die Gesamtabiturdurchschnitte in Bayern würden seit vielen Jahren in der Spitzengruppe der Bundesländer liegen. „Ich bin zuversichtlich, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch dieses Jahr wieder gute Abiturdurchschnitte erreichen werden“, so Kultusminister Piazolo.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Antoine Dautry



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Quelle: www.regensburger-nachrichten.de


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