Erste Folgen für Randalierer am Domplatz


Nach den Ausschreitungen gegen Polizisten am Montagabend wurde ein Jugendlicher in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen gegen die übrigen Beteiligten werden weiter vorangetrieben. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer äußert sich entschieden gegen Gewalttätigkeit, warnt aber vor Hetze.

Gegen 21 Uhr meldeten Passanten am Montag, eine größere Personengruppe würde am Domplatz Unruhe stiften: Die Störenfriede würden Alkohol trinken, Glasflaschen zerschlagen und Lärm machen. Auch körperliche Reibereien sollen vorgekommen sein. Als eine Streife der Polizeiinspektion Regensburg Süd die Ausweise der Gruppe kontrollieren wollte, wurden die Randalierer aggressiv.

Körperliche Gewalt und Flucht vor der Polizei bei Festnahme

Ein 20-Jähriger versuchte, Richtung Kornmarkt zu entkommen und beschädigte dabei einen Streifenwagen. Die Beamten konnten den Iraker kurz danach zu Boden bringen, was seine Freundin zu verhindern versuchte. Daraufhin wurde die 21-jährige Deutsche gemeinsam mit ihrem Partner festgenommen. Nach den Polizeimaßnahmen wurde die Frau wieder entlassen, der junge Mann musste die Nacht aber im Sicherheitsgewahrsam verbringen. Am Dienstagmorgen wurde auch er auf freien Fuß gesetzt, berichtet die Polizei.

Die Situation endete für einen 17-jährigen Iraker aus der Gruppe weniger glimpflich: Wegen tätlichen Angriffs und Beamtenbeleidigung erließ der Ermittlungsrichter einen Haftbefehl. Der junge Mann wurde am Dienstagnachmittag der Justizvollzugsanstalt übergeben.
Laut Angaben des Polizeipräsidiums befindet sich ein weiterer Beschuldigter in Haft. In Kooperation mit der Staatsanwaltschaft ermittelt die Kriminalpolizei Regensburg weiterhin gegen die fünf Deutschen und sechs Iraker. Seit Kurzem tragen Beamte Body-Cams mit sich, deren Aufnahmen auch in diesem Fall ausgewertet werden können.

Hoher Sachschaden durch Wurfangriff

Als die Polizisten versuchten, die Identitäten der Beteiligten zu kontrollieren, wurde mit Pflastersteinen und anderen Gegenständen geworfen. Die Wurfgeschosse trafen mehrere Fahrzeuge in der Umgebung, darunter geparkte Pkws, Polizeiautos und einen Roller. Der Sachschaden wird bisher auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Wegen Provokation durch die Randalierer wurde Pfefferspray gegen sie eingesetzt. Mehrere Personen wurden leicht verletzt, konnten aber vor Ort medizinisch betreut werden.

Bürgermeisterin missbilligt Gewaltbereitschaft

Am Dienstag äußerte sich auch die Regensburger Bürgermeisterin zum Vorfall: "Die Gewaltbereitschaft der jungen Männer schockiert mich und ich verurteile die Vorkommnisse der vergangenen Nacht in aller Schärfe.", so Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Dennoch betont sie, das Verhalten Einzelner dürfe nicht generalisiert werden. Viele der schutzsuchenden Flüchtlinge würden die Handlungen von Montagabend selbst verurteilen und der Vorfall sei kein Anlass für Fremdenfeindlichkeit und Hetze.
Bildquelle: bigstockphoto.com | Maren Winter



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Quelle: www.regensburger-nachrichten.de


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