section_topline
+49 (0)941 59 56 08-0
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Redaktions-Hotline: +49 (0)941 59 56 08-0
section_mobile_logo_top
section_header
section_navigation
section_breadcrumbs
section_component

Zum Prozessauftakt um einen Dreifachmord im Landkreis Straubing-Bogen hat der 41-jährige Tatverdächtige gestanden, seine Eltern und seine Schwester getötet zu haben. Er spricht von Notwehr.


Zu Beginn des Prozesses am Mittwoch vor dem Landgericht Regensburg sprach der Mann von telepathischen Angriffen gegen ihn und seine Familie sowie von schwarzer Magie und einem früheren Aufenthalt in einer Klinik.

Den Tathergang schildert der Angeklagte so, dass er den Vater im Streit um einen Wechsel des Stromanbieters zu Boden gestoßen hätte. Eine Tötungsabsicht habe jedoch nicht bestanden. Daraufhin hätte die Mutter der Schwester gesagt, sie solle die Polizei rufen, um den 41-Jährigen zurück in die Psychiatrie zu bringen.

Eigenen Angaben zufolge wollte der Mann „nicht wieder nach Mainkofen“, der größten Einrichtung für Psychiatrie und Psychotherapie Niederbayerns. Dass seine Angehörigen ihn unmittelbar dorthin zurückbringen wollten, war für den Angeklagten nicht akzeptierbar. „Das ist unter aller Sau, das ist das Allerletzte“, so der 41-Jährige.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der 41-jährige Angeklagte im März dieses Jahres sowohl seine 72 und 69 Jahre alten Eltern sowie seine 37-jährige Schwester im Elternhaus in Mallersdorf-Pfaffenberg (Landkreis Straubing-Bogen) getötet hat.

Nach der Festnahme des Mannes im März 2019 wurde er in eine psychiatrische Klinik untergebracht. Der Angeklagte lautet seit längerem unter psychischen Problemen, wodurch sich die Frage der Schuldfähigkeit stelle, so die Staatsanwaltschaft.

Bei seiner Festnahme hatte sich der Mann außerdem heftig gewehrt und die Beamten zunächst nicht ins Haus lassen wollen. Nachdem die Polizisten gewaltsam ins Haus eingedrungen waren, fanden sie die drei Leichen sowie zwei getötete Katzen. Diese hätten den Angeklagten genervt, so seine Aussage. Verwandte hatten die Polizei alarmiert, da sie ihre Angehörigen seit mehreren Tagen nicht mehr erreichen konnten.

Den Beamten, die am Tatort waren, schilderte der Angeklagte den Tathergang wie folgt: Er habe verhindern müssen, dass die Schwester die Polizei verständige. Daraufhin hab er seine Familie mit Fäusten niedergeschlagen und anschließend mit den Füßen auf ihre Köpfe eingetreten. Um sicherzustellen, dass sie wirklich tot seien, habe er im Nachhinein noch mit einem Hammer auf sie eingeschlagen.

Die Plädoyers sind für diesen Donnerstag geplant, eine Urteilsverkündung wird bereits für den morgigen Freitag erwartet.
Bildquelle: pixelio.de | Rike

Fragen oder Anregungen?

Sie haben Fragen oder möchten einen direkt mit uns in Kontakt treten? Gerne rufen wir Sie zurück: füllen Sie unser Kontaktformular aus, wir werden uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir versuchen Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu beantworten. Haben Sie bitte Verständnis dafür, wenn wir es dennoch einmal nicht so schnell schaffen.

filterVERLAG | Regensburger Nachrichten
    section_breadcrumbs
    footer