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150 Jahre ist es her, dass die Regensburger Domtürme fertiggestellt wurden. Dieses Jubiläum bildet den Anlass für eine spektakuläre Lichtshow an der Kathedrale. Doch das teure Projekt lässt einige kritische Stimmen laut werden.

Nach 350 Jahren ohne Turmspitzen war es am 29. Juni 1869 soweit: Die berühmten Regensburger Domtürme wurden fertiggestellt. Seitdem ragen sie 105 Meter hoch über die Stadt und bilden das Wahrzeichen Regensburgs. Zur diesjährigen 150-Jahr-Feier wird die Vollendung der Türme gebührend gefeiert: Neben zahlreichen anderen Veranstaltungen und Aktionen findet vom 22. bis zum 27. September 2019 täglich nach Einbruch der Dunkelheit eine spektakuläre Lichtshow statt. Diese wird an die Westfassade der gotischen Kathedrale projiziert und zeigt, musikalisch und erzählerisch begleitet, die Geschichte des Doms. Die Performance unter dem Motto „La cathédrale magique“ kann in diesem Zeitraum täglich jeweils um 19.30, 20.30 und 21.30 bestaunt werden. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der französischen Künstlergruppe „Spectacularies“ und garantiert atemberaubende visuelle Eindrücke.

Hohe Kosten werden kritisiert

Die „Domillumination“ bleibt allerdings nicht von Kritik verschont. Vor allem die hohen Kosten des Projekts – insgesamt steht ein Budget von knapp 320.000 Euro zur Verfügung – ist vielen ein Dorn im Auge. Im Regensburger Stadtrat hatten sich insbesondere Die Linke und die ÖDP gegen das Vorhaben gestellt. Den ÖDP-Stadtrat Benedikt Suttner stört daran besonders, dass das Geld dem Kulturetat entnommen werde und nur einem Künstler zukomme. Er würde es bevorzugen, wenn man stattdessen bestehende Kultureinrichtungen und Akteure aus der Kulturszene fördern würde, die sich fortlaufend in Regensburg engagieren.

Linken-Stadtrat Richard Spieß bezeichnete die teure Lichtshow am Dom als „reine Steuerverschwendung“. Zugleich bemängelte er den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und plädierte für eine allgemeinbildende Infobroschüre. Diese hätte „eine langfristigere Wirkung als eine Installation, an die in drei Wochen schon keiner mehr denkt“, so Spieß gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung.

Der Kritik zum Trotz erhofft sich die Stadt eine langfristige positive Wirkung und eine Verbreitung der spektakulären Bilder von der Lichtshow durch die sozialen Medien. Dadurch hofft man auf Werbung für die Domstadt.

Einig sind sich Organisatoren und Kritiker in dem Punkt, dass die Lichtshow am Dom für alle Besucher kostenlos sein soll und keine zusätzlichen Tickets erworben werden müssen. Alle Bürger sollen gleichermaßen die Möglichkeit haben, eine derartige Veranstaltung wahrnehmen zu können.
Bildquelle: pixelio.de | Udo Altmann

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