BMW-Werk Regensburg: Eine Linie – alle Antriebe


Die BMW Group blickt in Regensburg auf eine 33 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte. Mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Euro am Standort Regensburg bis 2021 soll das in der Vergangenheit mit Preisen überschüttete Werk fit für die Zukunft gemacht werden. Um die rund 9.000 Arbeitsplätze auch in den kommenden Jahren zu erhalten, konzentriert sich das Werk auf die Premium-Kompaktklasse. Das Zauberwort lautet dabei: Abtauschflexibilität.

„Wenn Sie heute mit der Befürchtung oder Ahnung schlechter Nachrichten zu uns gekommen sind, dann dürften wir Sie positiv überraschen“, eröffnet Werkleiter Frank Bachmann den Themenblock „Das Werk und die Lage“ beim Jahresendgespräch des BMW-Werks Regensburg. Denn der Slogan „Kleines e, große Zukunft“, der seit wenigen Wochen die Runde macht, betrifft mit der Produktion des Plug-in-Hybriden BMW X1 xDrive 25e auch das hier ansässige Werk. Der Clou: In Regensburg soll nicht einfach nur eines von insgesamt neun Plug-in-Hybridmodellen aus dem Hause BMW produziert werden. Das Werk soll in die Lage versetzt werden, die hier gefertigten Autos mit allen angebotenen Antriebsvarianten auszustatten – egal ob Verbrenner, Hybrid oder voll elektrisch, und das auf einer Produktionslinie.

Auch wenn Werkleiter Bachmann keinen Hehl daraus macht, dass bereits die Beherrschung vielerlei Antriebe eine „Herkulesaufgabe“ darstelle, sichert der Bau der verschiedenen Antriebe innerhalb einer Linie sowohl die Effizienz als auch Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Regensburg. Die Entwicklung hin zur Antriebsvielfalt ist allerdings nur mit einer Verabschiedung der Typenvielfalt umsetzbar. Im Werk Regensburg habe man „für die Zukunft die besten Karten auf der Hand“, versichert Bachmann. Denn mit der Produktion der Premium-Kompaktmodelle X1, X2 und 1er widmet sich das Werk einem „sehr wachstumsstarke[n] Segment“.

Optimale Planzahlen trotz „Sommerpause“ 2020

Die fetten Jahre scheinen im BMW-Werk Regensburg nur augenscheinlich vorbei zu sein. Denn während das Auftragsvolumen von nahezu 320.000 Produktionseinheiten in den Jahren 2016 bis 2018 für eine zusätzliche Nachtschicht sorgte, knickte die Produktion 2019 auf 255.000 Stück ein. Was im ersten Moment etwas besorgniserregend klingt, bringt dem Werk jedoch Stabilität und Zukunftsperspektiven. Laut Bachmann liegt der Optimal-Korridor, in dem das Werk am stabilsten läuft, zwischen 260.000 und 285.000 Einheiten. Mit dem Nachfragehoch zwischen 2016 und 2018 bewegte man sich somit außerhalb der normalen Kapazitäten, was durch eine temporär geplante Nachtschicht abgefangen werden konnte. Und auch die Zahl von 255.000 Einheiten für 2019 relativiert sich, wenn man bedenkt, dass das Werk eine fünfwöchige Produktionspause mit intensiven Umbaumaßnahmen durchlief.

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Ähnliches steht auch für 2020 auf dem Werksprogramm. Laut Bachmann handelt es sich dabei sogar um den längsten Produktionsstopp, den das Werk in seiner Geschichte erlebt hat. Alleine für das Anheben des Werkshallendaches im Sommer 2020 sind abermals fünf Wochen anberaumt. Beim Vorboten des Projekts, der bereits seit Freitag vollmontiert aus einer Vorproduktionshalle ragt, handelt es sich sogar um einen der größten Kräne Europas. Und obwohl noch weitere Umbaumaßnahmen für einen Produktionsstopp in diesem Jahr sorgen werden, liegen die Planzahlen mit einem Gesamtvolumen von 270.000 Stück im Optimalbereich, weshalb die Bänder bereits seit 02. Januar wieder laufen.

Der Regensburger BMW X1 xDrive 25e ist ab April 2020 verfügbar. Der BMW X2 xDrive 25e soll im Juli 2020 in den Markt eingeführt werden.
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Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | BMW Group



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