Afrikanische Schweinepest: Stadt Regensburg probt den Ernstfall


Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bedroht die Haus- und Wildschweinbestände in Deutschland. Im Westen von Polen breitet sich die Seuche in der Wildschweinpopulation weiter aus. Ein positiv auf das Virus getesteter Kadaver wurde nur etwa 21 Kilometer entfernt von der Grenze zu Deutschland gefunden. Die Stadt Regensburg hat nun den Ernstfall geprobt.

Sollte die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch in Bayern ausbrechen, will die Stadt Regensburg gewappnet sein. Um im Seuchenfall gut gerüstet zu sein, fand am Donnerstag am Brandlberg eine Übung zur Bergung und Entsorgung von Wildschweinkadavern statt. Mit von der Partie waren unter anderem Amtstierärzte, Vertreter der Berufsfeuerwehr und des Veterinäramtes des Landkreises Regensburg.

Zuerst wurde Wildschweinattrappe in einem Waldstück platziert und die Veterinärabteilung alarmiert. Diese konnte dann unter Realbedingungen das Auffinden, Beproben, Bergen und Entsorgen der Attrappe durchspielen. Eine Herausforderungen bei dieser Übung: Gibt es einen Verdacht auf die Tierseuche, müssen umfangreiche Maßnahmen getroffen werden, damit die Erreger nicht verschleppt werden. Dazu zählt nicht nur die Desinfektion. Der Bergetrupp muss auch mehrere Lagen Schutzkleidung tragen, die Kadaver sicher verpacken oder reine und unreine Bereiche penibel voneinander trennen.

Zum Abschluss der Übung wurden die Entsorgung des Tierkörpers und die Reinigung sowie Desinfektion des Transportfahrzeuges und der Ausrüstungsgegenstände auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr simuliert. 

Ein einziger Fall kann Schweinesektor empfindlich treffen

Die Gefahr, dass sich die Afrikanische Schweinepest weiter ausbreitet und auch Deutschland erreicht, wird von Fachinstituten als hoch eingeschätzt. Bereits im Falle eines einzigen positiven Nachweises beim Wildschwein greifen umfangreiche Restriktionsmaßnahmen, die unter anderem den Schweinesektor (z.B. Schweinehalter, Schlachthöfe, fleischverarbeitende Betriebe) empfindlich treffen und in der Folge zu hohen wirtschaftlichen Einbußen führen.

Wichtig ist dabei, dass verendete Wildschweine in den betroffenen Gebieten schnell aufgefunden, beprobt und sicher entsorgt werden. So soll eine weitere Ausbreitung der Seuche verhindert werden. Die größte Gefahr der Weiterverbreitung der ASP in einer Schwarzwildpopulation geht vom Blut infizierter Tiere und von verendeten Tieren und deren Überresten aus, mit denen andere Wildschweine in Berührung kommen.
Bildquelle: pixelio.de | Carsten Przygoda



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Quelle: www.regensburger-nachrichten.de


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