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Die katholische Studentenverbindung Agilolfia aus Regensburg hat den AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Brander rausgeschmissen. Auf seiner Facebook-Seite bedauert der Politiker den Ausschluss.

Die katholische Studentenverbindung (KStV) Agilolfi hat den AfD-Bundestagsabgeordneten ausgeschlossen. Auf Facebook bedauert der Parlamentarier die Entscheidung seiner ehemaligen Studentenverbindung, die „offenbar auch von ‚höherer Stelle‘ und Verbindungsfremden so gefordert worden war“. Sie verdeutliche außerdem das durch die Politik der Altparteien vergiftete gesellschaftliche Klima in Deutschland, so Brandner. Nicht einmal in akademischen Kreisen gelte die Meinungsfreiheit mehr etwas. „Mir wurde beispielsweise meine Kritik am sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und am Sozialismus vorgeworfen.“ Er hätte sich von seinen Bundesbrüdern mehr Standvermögen erwartet.

Medienberichten zufolge sei die Abstimmung über Brandners Rauswurf eindeutig ausgefallen. Als Grund wird vor allem die Unvereinbarkeit von christlich-katholischen Werten und Brandners Mitgliedschaft genannt. Wie Medien weiterhin berichten, soll Brandners Ausschluss der erste seit der Vereinsgründung im Jahr 1908 gewesen sein.

Nicht die erste Abwahl von Brandner

Der AfD-Bundestagsabgeordnete stößt nicht nur bei seiner ehemaligen Studentenbindung auf Ablehnung. Im November 2019 wurde der Politiker von den Abgeordneten als Rechtsausschuss-Vorsitzender abgewählt – auch hier mit eindeutigem Ergebnis. Hinzu kommt, dass in der 70-jährigen Geschichte des Bundestages noch nie ein Vorsitzender eines Ausschusses abgewählt worden war. Hintergrund der Entscheidung waren vor allem die mitunter antisemitischen Entgleisungen Brandners, die in den sozialen Medien die Runde machten. Auf Twitter teilte er beispielsweise nach dem Terroranschlag von Halle einen Tweet, in dem gefragt wird, weshalb Politiker mit Kerzen in Moscheen und Synagogen rumlungern würden, obwohl zwei Deutsche die Opfer gewesen sein.

Hinzu kam ein Tweet Brandners, in dem er auf Udo Lindenbergs Kritik an der AfD eingeht. Brandner schreibt darin über den Musiker, dem kurz zuvor das Bundesverdienstkreuz verliehen worden war: „Klar, warum der gegen uns sabbert/sabbern muss.“ Ergänzend zu seinem Tweet fügte er ein Zitat aus einem Artikel der Tageszeitung „Welt“ über die AfD-Kritik Lindenbergs nach der Landtagswahl in Thüringen ein – mit dem Hashtag „#Judaslohn“, in Anlehnung an den Verräter Jesu.
Bildquelle: bigstockphoto.com | dero2084

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