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Was Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart am Montag im Landratsamt bekanntgab, werten einige Regionalpolitiker als Meilenstein in der Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs im Großraum Regensburg. Bis spätestens Dezember 2024 soll es auf allen fünf Schienenstrecken zu den Hauptverkehrszeiten einen S-Bahn-ähnlichen Betrieb im mindestens 30-Minuten-Takt geben.

Reichert erläuterte am Montag in Regensburg, mit welchen Maßnahmen das SPNV-Angebot in der Region in den nächsten Jahren verbessert werden soll. Bis spätestens Dezember 2024 soll demnach auf allen fünf Schienenstrecken zu den Hauptverkehrszeiten ein S-Bahn-ähnlicher Betrieb im mindestens 30-Minuten-Takt umgesetzt werden können. Ein darüber hinaus gehender Ausbau hin zu einem durchgängigen 30-Minuten-Takt könne dann realisiert werden, wenn seitens des Bundes und der Bahn die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt worden seien. Der Minister sicherte zu, dass sich der Freistaat Bayern beim Bund dafür einsetzen werde.

Zur Weiterentwicklung des Angebots und der Infrastruktur im SPNV hatte die Bayerische Eisenbahngesellschaft das Gutachten „SPNV-Konzept Region Regensburg“ in Auftrag gegeben. Die Landräte und Oberbürgermeister hatten sich zuletzt im Februar 2019 an den Bayerischen Ministerpräsidenten gewandt und einen S-Bahn-ähnlichen Betrieb für die Region gefordert. Durch die Errichtung zusätzlicher Haltepunkte soll der Zugang zum SPNV erleichtert und die Umsteigesituation auf Busverkehre mit Zubringerdiensten verbessert werden. Diese Maßnahmen sind neben der Bereitstellung ausreichender Zugkapazitäten für die Sicherstellung einer zukunftsfähigen Mobilität und einer weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Region von maßgeblicher Bedeutung, so das damalige Schreiben.

Kernaussagen der Forderungen der Region zum SPNV

Die Region ist der Ansicht, dass ein S-Bahn-ähnlicher Betrieb im Stadt-/Umlandverkehr von Regensburg mit möglichst dichter Taktfolge und langen Bedienzeiten notwendig und auch gerechtfertigt ist, um die vorhandenen Potenziale auszuschöpfen und neue zu erschließen. Zur Erreichung der gemeinsamen Ziele fordert die Region neben schnellen Verbindungen für die weiteren Strecken mindestens einen durchgängigen 30-Minuten-Takt auf den fünf Schienenstrecken im Zulauf auf Regensburg. Durch die Einrichtung zusätzlicher Haltepunkte soll der Zugang zum SPNV erleichtert und die Umsteigesituation auf entsprechende Busverkehre in der Region mit Zubringerdienst verbessert werden.

Gutachten Phase 1 – Umsetzung bis spätestens 12/2024

Die Forderungen der Region auf einen S-Bahn-ähnlichen Verkehr im mindestens 30-Minuten-Takt auf den fünf Schienenstrecken im Zulauf auf Regensburg soll zu den Hauptverkehrszeiten durch das Angebot mit zwei Zügen je Stunde und Richtung umgesetzt werden. Diese Angebotsverbesserungen sind bereits Grundlage für die Neuausschreibung der Netze Expressverkehr Ostbayern, Regensburg/Donautal sowie Donau-Isar – Betriebsstart ist spätestens der Dezember 2024.

Ab spätestens 12/2024 soll es somit im Großraum Regensburg folgende verbesserte Angebote geben:

Streckenast nach Eggmühl/Landshut

1-h-Takt RB/RE Regensburg — Landshut — München-Flughafen (ÜFEX)
1-h-Takt RE Regensburg — Landshut — München Hbf

Streckenast nach Schwandorf

1-h-Takt RB Regensburg — Schwandorf — Weiden

1-h-Takt RE Regensburg — Schwandorf (— Hof/Prag)
1-h-Takt RB/RE Regensburg — Schwandorf (— Nürnberg)

Streckenast nach Straubing

1-h-Takt RB Regensburg — Straubing — Plattling
1-h-Takt RB Regensburg — Straubing (HVZ)

Streckenast nach Nürnberg

1-h-Takt RE Regensburg — Parsberg — Nürnberg
1-h-Takt RB Regensburg — Parsberg — Neumarkt
1-h-Takt RB Regensburg — Parsberg (HVZ)

Streckenast nach Ingolstadt

1-h-Takt RB Regensburg — Saal — Ingolstadt
1-h-Takt RB Regensburg — Saal (HVZ)

Somit werden in der Hauptverkehrszeit auf allen Linien die geforderten zwei Züge je Stunde und Richtung fahren. Zum Teil kann allerdings für einige wenige Stationen infrastrukturbedingt nur im 1-Stunden-Takt bedient werden.

Gutachten Phase 2 – Planungshorizont 2030 +X

Die Forderung der Region nach einem S-Bahn-ähnlichen Betrieb mit durchgängigem 30-Minuten-Takt kann erst dann realisiert werden, wenn die im Gutachten aufgezeigten Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt sind. Der Freistaat wird hierzu mit der Region gemeinsam beim Bund die Umsetzung der  Maßnahmen anstoßen.

Darüber hinaus wird die zeitnahe Umsetzung folgender im Bundesverkehrswegeplan enthaltener Projekte gemeinsam vorangetrieben:

  • Kapazitätssteigerung und Elektrifizierung Obertraubling – Regensburg – Hof
  • Ausbaustrecke Nürnberg/München – Schwandorf – Furth im Wald-Grenze
  • Ausbaustrecke Regensburg – Landshut – Mühldorf
  • Ausbaustrecke Nürnberg – Regensburg-Prüfening – Regensburg Hbf – Obertraubling (mit drittem Gleis Feucht – Neumarkt i.d.OPf.)
Bildquelle: pixelio.de | Lorenz Rings

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