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Das Corona-Virus hat auch Regensburg und die Region nach wie vor fest im Griff. In nahezu allen Lebensbereichen gelten Einschränkungen und Maßnahmen zum Schutz vor dem neuartigen Virus. Auch Bus und Bahn haben Vorkehrungen getroffen, setzen aber vor allem auf das Mitwirken der Fahrgäste.

Trotz Corona-Virus sind viele Menschen auch in und um Regensburg auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Auch wenn Schulen, Kindergärten und Universitäten geschlossen sind und viele Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeiten, sind noch immer viele Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen – vor allem Angestellte, für die Homeoffice nicht möglich ist, wie etwa Polizisten oder Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

Für all diese Menschen stellt sich täglich die Frage: Wie kann ich mich vor einer Ansteckung in Bus und Bahn schützen? Schließlich halten sich viele Fahrgäste an den Stangen fest oder drücken den gleichen Knopf zum Aus- und Einsteigen. Gerade in Großstädten, wo immer noch reger Betrieb in öffentlichen Verkehrsmitteln herrscht, versucht man die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren, indem Türen von S- oder U-Bahnen beim Halt nur noch automatisch öffnen und schließen, ebenso werden die Züge regelmäßig intensiv gereinigt. Am zum Teil hohen Fahrgastaufkommen in Bus und Bahn ändert dies jedoch wenig. Aus diesem Grund setzen die Betreiber auch auf die Eigenverantwortung ihrer Fahrgäste – auch in Regensburg.

Einhalten des Mindestabstands „relativ einfach“

Regensburger Nachrichten fragte bei das Stadtwerk Regensburg nach, wie sie die Menschen in ihren Bussen vor einer Ansteckung schützen wollen, zumal es mittlerweile nur noch einen Notfallplan gibt und mit höherem Personenaufkommen gerade zu den Stoßzeiten gerechnet werden muss. Die Antwort zeigt, dass auch im ÖPNV in Regensburg das Mitwirken der Fahrgäste gefragt ist. In allen Bussen seien entsprechende Verhaltensregeln in Plakatform angebracht, so Martin Gottschalk, Bereichsleiter Kommunikation bei das Stadtwerk Regensburg. Alle Fahrgäste würden außerdem „eindringlich“ gebeten, diese Regeln zu beachten. Das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern sei außerdem kein Problem. Dies sei gerade aufgrund des Rückgangs an Fahrgästen „in den allermeisten Fällen relativ einfach“.

Die Situation in den Bussen werde aber genau beobachtet und flexibel reagiert, sollte es erforderlich sein: „Sobald wir die Meldung erhalten, dass einige Fahrten und Linien besonders nachgefragt sind und die Busse relativ voll sind, arbeiten wir mit Verstärkerfahrten oder schicken Gelenkbusse auf die Linie.“ So gibt es etwa seit vergangenem Donnerstag ein zusätzliches Fahrtenangebot auf der Buslinie 4 zwischen der Haltestelle Klenzestraße und Universität, da viele Menschen diese Buslinie benutzen würden. Zudem sollen diese ergänzenden Fahrten zur Vermeidung größerer Menschenansammlungen beitragen und damit auch zu einer Verringerung der Ansteckungsgefahr.

Agilis setzt auf „Mithilfe der Fahrgäste“

Auch bei der Privatbahn agilis gibt es mittlerweile einen Notfallplan. Auf Nachfrage bei agilis heißt es jedoch, dass für die Berufspendler ausreichend Fahrten und Kapazitäten vorhanden seien. Auch die wichtigsten Anschlussverbindungen seien im Ersatzfahrplan berücksichtigt worden. „Grundsätzlich sollen nur wirklich notwendige Fahrten angetreten und im Falle von Krankheitssymptomen komplett auf eine Zugfahrt verzichtet werden“, so agilis weiter. Damit Fahrgäste den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, gebe es regelmäßige Durchsagen im Zug. „Natürlich sind wir in diesem Fall auch auf das Verständnis und die Mithilfe der Fahrgäste angewiesen“, so agilis.

Auf den Einzelnen kommt es an

Den Betrieb von Bus oder Bahn komplett einzustellen, ist derzeit nicht geplant und wäre auch die Ultima Ratio. Zudem wäre es schwer umsetzbar, da der ÖPNV zur Grundversorgung zählt und für das öffentliche Leben notwendig ist. Wie schon im Alltag kommt es deshalb auch beim Benutzen von Bus oder Bahn vor allem auf eines an: Auf das Verhalten jedes Einzelnen, denn genau das entscheidet über den Verlauf der Pandemie. Dass man gerade in Großstädten flexibel auf die Taktung bei Bus und Bahn reagieren muss, liegt in der Hand der Betreiber. Die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, hängt jedoch auch von jeder Person ab, die mit Bus oder Bahn fährt.

Konkret bedeutet das, dass man im Vorfeld abwägen sollte, ob die Fahrt tatsächlich notwendig ist und ob die Strecke nicht vielleicht auch zu Fuß, mit dem Rad oder dem Privatauto zurückgelegt werden kann. Wenn man nicht darauf verzichten kann, etwa aus beruflichen Gründen, gilt es besonders in engen Räumen von Bus oder Bahn, die Hygieneregeln einzuhalten: Beim Husten oder Niesen sollte man den Mindestabstand halten. Da dies in Bus oder Bahn nicht immer möglich ist, sollte man sich zumindest von anderen Fahrgästen wegdrehen. Sollte kein Taschentuch griffbereit sein, sollte man in die Armbeuge husten oder niesen. Wer sich krank fühlt oder Erkältungssymptome zeigt, soll Fahrten mit dem Bus oder dem Zug möglichst ganz vermeiden. Und nicht zuletzt sollte gerade der Zug- und Busbetrieb nicht zusätzlich durch vermeidbare Ausflüge belastet werden, die möglicherweise gerade in den Osterferien vielfach geplant sind.
Bildquelle: pixelio.de | w.r.wagner

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