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Fast 1.500 Fälle von häuslicher Gewalt verzeichnete die Oberpfälzer Polizei im Jahr 2019. Im 10-Jahres-Vergleich ist das ein trauriger Höchststand. Vor allem Frauen und Mädchen bleiben dabei Opfer von Gewalttaten.    


Am heutigen Mittwoch ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Häusliche Gewalt, Nachstellung und sexueller Missbrauch – besonders Frauen sind dabei überproportional betroffen. Neben den körperlichen Schäden bleiben vor allem die psychischen Schäden für die betroffenen Frauen noch lange spürbar. Viele Taten spielen sich in den eigenen vier Wänden ab – meistens wurde der Lebenspartner oder Ehemann zum Täter.

Im Jahr 2019 verzeichnete die Oberpfälzer Polizei 1.488 Fälle von häuslicher Gewalt – der traurige Höchststand im 10-Jahres-Vergleich. 83 Prozent der Opfer waren Frauen oder Mädchen. Rechnet man die Delikte pro 100.000 Einwohner, lag die Zahl in der Oberpfalz bei 134 Fällen und damit unterhalb der des Freistaats (153). Das teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz mit.   

Das Jahr 2020 war und ist von der Corona-Pandemie und insbesondere von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen geprägt. Während der Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr waren die bekannt gewordenen Fälle von häuslicher Gewalt rückläufig, so die Polizei weiter. Das Anzeigeverhalten im Anschluss habe die Zahlen dann jedoch wieder auf Vorjahresniveau ansteigen lassen. Einen aussagekräftigen Vergleich der Fälle von häuslicher Gewalt mit Blickrichtung auf die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen in diesem Jahr mit den Vorjahren erwarte die Polizei erst im nächsten Jahr.  

In vielen Fällen von häuslicher Gewalt zeige sich jedoch ein ähnliches Muster: Vor allem wenn der Täter im selben Haushalt lebt, trauen sich viele betroffene Frauen nicht, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Deswegen gebe es laut Polizei neben dem Hellfeld ein sogenanntes Dunkelfeld – „Straftaten, von denen die Polizei nie erfährt.“ Die Oberpfälzer Polizei will Frauen deshalb ermutigen, sich Hilfe zu suchen und Hilfsangebote wie das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen oder die Beratung der Organisation Weißer Ring anzunehmen.
Bildquelle: pixabay.com |

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