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Auch am heutigen Verhandlungstag (4.12.2018) im Wolbergs-Prozess wurden abgehörte Telefonate thematisiert. Der Druck aufgrund der laufenden Ermittlungen war den Angeklagten während der Gespräche anzumerken. Die Aufnahmen sollen Aufschluss über die genauen Umstände zur Vergabe des Bauprojektes Nibelungenkaserne an Volker Tretzel geben.

Schwerpunkt war diesmal unter anderem eine E-Mail mit Ausschreibungsunterlagen, gesendet von Norbert Hartl, ehemaliger Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, an Bauträger Volker Tretzel, der Änderungen markieren solle. Eine Kopie der Mail wurde an Joachim Wolbergs weitergeleitet, wovon er aber – wie er vor Gericht bekräftigt – nichts gewusst habe. Wie aus einem Telefonat mit seinem Geschäftsführer im Dezember 2016 hervorgeht, hat Tretzel den vorherigen Austausch per Mail als „Problem“ eingestuft, das nicht hätte vorkommen dürfen, auch wenn sein Angebot das beste gewesen sei.

Bereits im November 2016 hatte Tretzel gegenüber seinem Geschäftsführer die Mails als „gefährlich“ bezeichnet, da sie die Vergabe als für sein Unternehmen auf den Leib zugeschnitten ausweisen würden. Florian Ufer, Tretzels Verteidiger, sieht die Telefonate als Zeichen von Tretzels Verunsicherung bezüglich möglicher Ermittlungen aufgrund des Schriftverkehrs mit Hartl an. Ufer betont zudem, dass Abstimmungen über Ausschreibungen nicht untypisch seien und von Maßschneiderung keine Rede sein könne, da sie Änderungen nicht groß gewesen seien.

Telefonate werden neu abgetippt

Wie bereits in der Vergangenheit vermehrt kritisiert wurde, sind viele Telefonate falsch oder ungenau abgeschrieben worden und weisen zudem Lücken auf. Aus diesem Grund ordnete die Vorsitzende der Wirtschaftsstrafkammer des Regensburger Landgerichts ein erneutes Abtippen der insgesamt 111 Telefonate an.

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