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Ärzten des Universitätsklinikum Regensburg gelange es nun mittels einer neuartigen Technik eine lebenswichtige Lebertransplantation trotz blutgruppenfremdem Spenderorgan durchzuführen. Der nur 7 Monate alte kleine Naron verdankt dieser innovativen Operationsmethode sein Leben.

Gerade einmal sieben Monate ist der kleine Naron alt und hat in seinem kurzen Leben schon einiges hinter sich. Auf Grund einer sogenannten "Gallengangastresie" kam es bei dem Säugling zu einer Leberzirrhose mit Leberversagen. Die Ärzte am Universitätsklinikum in Regensburg entschlossen sich daher zu einer dringlichen Lebertransplantation. Nur diese konnte dem Jungen noch helfen. Da Naron jedoch nicht in Deutschland ansässig ist, kann kein Organ von Eurotransplant zur Verfügung gestellt werden. Deshalb entschließt sich der Vater des Jungen zu einer so genannten Lebendspende. Dabei wird dem Spender ein kleiner Teil der eigenen Leber entnommen und dem Empfänger eingesetzt. Beide Lebern "wachsen" anschließend dem Bedarf entsprechend nach.
 
Nimmt der Körper das neue Organ nicht an, kann es folglich auch die lebenswichtigen Funktionen nicht übernehmen. Bei einer Transplantation spielen viele Faktoren eine Rolle, um eine möglichst große Akzeptanz des fremden Organs zu erreichen. Je besser das Organ des Spenders zum Empfänger passt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßungsreaktion. Wichtig dabei ist bisher, dass Spender und Empfänger die gleichen oder kompatible AB0-Blutgruppen haben. Dies ist bei Naron und seinem Vater jedoch nicht der Fall.
 
Forscher weltweit arbeiten seit Jahren intensiv an Methoden, um diese Problematik zu umgehen. Am Universitätsklinikum Regensburg ist es nun gelungen, eine bei Erwachsenen bereits angewandte Technik an die Behandlung sehr kleiner Kinder anzupassen. Dabei nutzten Privatdozent Dr. Norbert Ahrens und sein Team vom Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin am UKR im Vorfeld der Transplantation ein Verfahren mit so genannten Glycorex Isoagglutinin-Apheresen. Mit diesem sehr spezifischen Verfahren werden Antikörper gegen AB0-Merkmale entfernt, die jeder Mensch ansonsten gegen fremde Merkmale hat. Hat ein Patient beispielsweise die Blutgruppe B, besitzt er Antikörper gegen A. Diese Antikörper richten sich gegen rote Blutkörperchen mit der Blutgruppe A und zerstören sie. AB0-Merkmale gibt es auch auf anderen Zellen, beispielsweise in der Leber. Wird ein Organ mit Blutgruppe A transplantiert, erkennt der Körper dieses als "fremd" und zerstört es rasch. Durch das im Falle Narons angewandte Verfahren konnten diese Antikörper eliminiert werden und das vom Vater stammende, blutgruppenunverträgliche Transplantat verträglich gemacht werden.
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