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Ring, Ring macht es und alle 24 Schüler der Klasse 7b greifen zu ihren Handys. Neueste Studien belegen, dass jedes zweite Kind zwischen sechs und dreizehn Jahren ein Handy besitzt, jeder zweite Jugendliche sogar ein Smartphone.


Zukunftsforscher schätzen, dass im Jahre 2017 jede Person durchschnittlich unglaubliche 1.000 Geräte besitzt. Eine Zahl, die gar nicht so abwegig erscheint. Immerhin besitzt heute schon nahezu jeder ein Handy, Smartphone oder Notebook. Doch nicht nur die Erwachsenen lieben Medien. Die Zahl der Schulkinder mit eigenem Smartphone liegt derzeit bei 13%. Laut der JIM- Studie 2012 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest besitzen 96% aller deutschen 12- bis 19- Jährigen ein mobiles Gerät. Ferner zeigt die Umfrage unter 1.200 Heranwachsenden, dass über 80% dieses tagtäglich benutzen. Diejenigen Kinder und Jugendlichen, die selbst (noch) kein Smartphone ihr Eigen nennen, nehmen aber keineswegs nicht am medialen Zeitalter teil. Sie leihen sich stattdessen das Tablet oder internetfähige Handy ihrer Eltern aus. Übrigens spielen Mobiltelefone für Mädchen anscheinend eine größere Rolle als für Jungen: 90% aller Schülerinnen nutzen laut der JIM-Studie täglich ihr Telefon. Bei den Jungs hingegen sind es "nur" drei Viertel. Und was macht die Jugend mit ihren Handys? Neben telefonieren und simsen nutzen 41% der Befragten es, um in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram aktiv zu sein. Mädchen erstellen außerdem gerne Fotos und Videos, während Jungen mehr Wert auf Apps legen. Darüber hinaus belegen die gesammelten Daten, dass 57% aller deutschen Schulkinder Handhelds wie Gameboys oder tragbare Mini-Playstations besitzen.

Die Online- Nutzung wird intensiver

Die 21. KidsVerbraucherAnalyse wurde vom Egmont Ehapa Verlag in Berlin in Auftrag gegeben und belegt ähnliche Werte. In 1.645 Doppel-Interviews mit Kindern und deren Eltern stellte sich heraus, dass die PC- und Internetbenutzung seit Jahren für drei Viertel der Heranwachsenden Standard ist. Ingo Höhn, Geschäftsführer des Verlages spricht hier von einer "Sättigung auf hohem Niveau". Jeder zweite Zehn- bis Dreizehnjährige surft täglich im Internet und rund 75% der Sechs- bis Neunjährigen ist mittlerweile mehrmals die Woche im Netz.


Wir haben Passanten der Regensburger Altstadt nach Ihrer Meinung zu diesem Thema gefragt. Steffi (19) erzählt: "Mein erstes Handy hab ich bekommen, als ich auf's Gymnasium gekommen bin, also in der 5. Klasse. Es war für Notfälle gedacht, wie z.B. bei Problemen mit dem Bus oder Ähnlichem. Mein erstes Smartphone hatte ich dann mit 17." Bei ihrem Begleiter Vincenz, ebenfalls 19 Jahre alt, verhält es sich ähnlich, nur dass er sein erstes Handy erst mit 15 erhalten hat. Kai (21) sagt, er habe im Alter von 13 Jahren ein Mobiltelefon bekommen, ein Smartphone hätte er sich erst mit 18 Jahren gekauft: Außerdem fügt er hinzu: "Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen ihr erstes normales Handy auch mit ungefähr 13 geben, also eins mit einem bestimmten Monatsguthaben. Hier können sie dann selber entscheiden, wie sie den Betrag abtelefonieren. Wenn kein Geld mehr drauf ist, ist keins mehr drauf." Die 42-jährige Annegret, Mutter eines sechsjährigen Sprösslings, will ihrem Kind erst in etwa vier bis fünf Jahren ein Handy anvertrauen.

Brettspiele statt Smartphones

Doch unsere Kinder leben nicht nur in einer medialen Welt voller Bits und Bites. Wieder hoch im Kurs liegen derzeit klassische Spielsachen wie Brett- und Kartenspiele, Playmobil, Lego und Puzzles. Auch von einem Verdrängen der Printmedien kann laut Ingo Höhn keine Rede sein, da vier von fünf Schulkindern mindestens einmal pro Woche in Büchern oder Zeitschriften schmökern.

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