Von der Teufelsmusik zum Kulturgut


von der teufelsmusik zum kulturgut full100.000 Euro für große Künstler und Nachwuchsstars der Wissenschaft: Der Kulturpreis Bayern zählt zu den höchst dotierten Auszeichnungen für herausragendes künstlerisches Wirken und besondere wissenschaftliche Leistungen in Deutschland. Jetzt haben die Stifter die diesjährigen Preisträger geehrt.

"Dass unsere Musik einmal bayerisches Kulturgut wird, habe ich mir niemals vorstellen können", sichtlich bewegt nahm Günther Sigl, der Frontmann der Spider Murphy Gang gestern (9.11.) Abend im Münchner Kesselhaus den Kulturpreis Bayern 2018 in Empfang. Ihre Rock"n"Roll-Musik sei einst als "Teufelsmusik" kritisiert worden, erinnerte sich Sigl, der die Gruppe vor 41 Jahren gemeinsam mit drei weiteren Musikern gründete. Neben dem Münchner Bandleader zeichneten das Bayernwerk und das Bayerische Wissenschafts- und Kunstministerium in diesem Jahr fünf weitere Kulturschaffende und 32 Nachwuchs-Wissenschaftler mit dem renommierten, mit insgesamt rund 100.000 Euro dotierten "Kulturpreis Bayern" aus.

Als "locker, leicht und lebensfroh" würdigte Richard Loibl, der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, in seiner Laudatio die Musik Günther Sigls und seiner Band. Wenn es jemals eine Münchner Gruppe gegeben habe, die das Lebensgefühl der Stadt verkörpere, dann sei es die Spider Murphy Gang. Mit einem Überraschungsauftritt bei der Preisverleihung begeisterte die Band die rund 350 Gäste des Abends mit Hits wie "Schickeria" und "Skandal im Sperrbezirk".

Ebenfalls mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der niederbayerische Architekt Peter Haimerl. Er gestaltete unter anderem das Konzerthaus in Blaibach im Landkreis Regen, mit dem die kleine Bayerwald-Gemeinde bundesweit Schlagzeilen machte. Der gebürtige Schwandorfer Bildhauer Christian Schnurer erhielt den Preis für seine internationalen Projekte im öffentlichen Raum. Ebenfalls geehrt wurden der Klarinettist Klaus Hampl und die Rapperin "Fiva", die mit bürgerlichem Namen Nina Sonnenberg heißt. Den diesjährigen Sonderpreis, wie die weiteren Kulturpreise mit 5.000 Euro Preisgeld verbunden, erhielt die Kabarettistin Martina Schwarzmann. Sie nahm die bronzene Statue in Form eines "Gedankenblitzes" aus den Händen von Bayerns Wissenschafts- und Kunstministerin Marion Kiechle entgegen.  

Laudator Richard Loibl sagte, es sei die Verbindung aus Ökonomie, Kultur und Kunst, die Bayern erfolgreich gemacht habe - und genau dafür stehe dieser Preis. Das Bayernwerk, Bayerns größter regionaler Stromnetzbetreiber, ist Stifter der Auszeichnung. Seit 2005 bietet das Unternehmen Künstlern und Nachwuchs-Forschern jedes Jahr eine Bühne. Aus dem Bereich der Wissenschaft erhalten in diesem Jahr 32 Absolventen und Doktoranden der bayerischen Kunsthochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten den Kulturpreis. Die Auszeichnungen sind jeweils mit 2.000 Euro dotiert.

"Die ausgezeichneten Künstler und Wissenschaftler geben unserem Kulturstaat Bayern wertvolle gesellschaftliche Impulse", sagte Kunstministerin Kiechle. Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, nannte den Brückenschlag zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Tradition und Moderne und zwischen Etabliertem und Neuem als Motivation für die Auszeichnung.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | obx-news/Jens Henning-Billon



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