Krankenversicherung für Studenten: Privat oder gesetzlich?


Mit dem Studentenleben sind viele Freiheiten, aber auch diverse Verpflichtungen verbunden. Das beginnt bereits bei der Einschreibung an der ausgewählten Hochschule. Jeder Studierende muss bei der Immatrikulation beispielsweise nachweisen, dass er eine Krankenversicherung besitzt. Ob er sich für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung entscheidet, ist ihm selbst überlassen.

Gesetzlich versichern als Student

Wer sich für eine gesetzliche Krankenversicherung entscheidet, war zumeist bereits vor dem Studium über einen Elternteil Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Zwar muss der Student von nun an selbst dafür Sorge tragen, Erkrankungen, Allergien und alle anderen körperlichen Beschwerden regelmäßig von einem Arzt überprüfen zu lassen; die Familienversicherung selbst kann er zunächst jedoch kostenlos fortführen. Dafür muss er lediglich der Krankenkasse melden, ab wann und an welcher Hochschule er studieren wird und erhält dann eine entsprechende Bescheinigung für die Immatrikulation. Eine Familienversicherung ist möglich bis zu einem Alter von 25 Jahren und solange der Student mit Nebenjobs monatlich nicht mehr als 450 Euro verdient. Sind Altersgrenze oder maximal erlaubtes Nebeneinkommen überschritten, muss sich der Student selbst krankenversichern. In diesem Fall bieten gesetzliche Krankenkassen in der Regel einen speziellen Tarif für Studenten an, dessen Beitrag bei allen gesetzlichen Krankenkassen einheitlich ist. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Student zudem einen Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag gemäß § 13a BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) erhalten – aktuell 71 Euro für die Krankenversicherung und 15 Euro für die Pflegeversicherung.

Private Versicherung während des Studiums

Eine private Krankenversicherung ist für Studenten eine gute Option, wenn die Eltern Beamte sind. Denn dann haben diese einen sogenannten Beihilfeanspruch, der in der Regel so lange besteht, bis der Student kein Kindergeld mehr bekommt. Wichtig ist außerdem, dass sich Studenten von der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen, bevor sie in die private Krankenversicherung wechseln können. Auch für Studierende, deren Eltern nicht verbeamtet sind, lohnt es sich, beispielsweise bei der Nürnberger eine private Krankenversicherung für Studenten abzuschließen – dort bekommt man unter anderem bei Leistungsfreiheit bis zu sechs Monatsbeiträge zurück. Prinzipiell ist es ratsam, vor dem Beitritt in eine Versicherung verschiedene Anbieter zu vergleichen und sich über Spezialtarife für Studenten bis zu einem bestimmten Alter zu informieren. 


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