Immobilienpreise auf anhaltend hohem Niveau


Die Entwicklung ist nicht neu und doch nur schwer aufzuhalten: Trotz Mietpreisbremse und politischem Bemühen steigen die Miet- und Kaufpreise für Immobilien weiter an. In Bayern betrifft das nicht nur die Metropolen Nürnberg, Regensburg und München, sondern auch das weitere Umland und die Speckgürtel der jeweiligen Städte.

Bayern ist zudem reich an attraktiven Landschaften - das zieht Touristen an, bedeutet aber für Einheimische zwischen Ferienwohnungen und Hotels auch in dörflichen Regionen steigende Mieten. Am teuersten ist das Wohnen in München, im gleichnamigen Landkreis sowie in Ebersberg, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und Miesbach. In diesen Regionen beträgt der Preis für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus über 1.000.000 Euro.

München, Berlin und weitere deutsche Städte wie Regensburg kämpfen außerdem gegen die Gentrifizierung ihrer Innenstädte und Stadtviertel. Durch Sanierungen und Neubauten werden Viertel aufgewertet, alteingesessene Läden und Geschäfte sowie "normale" Mieter können sich die neuen hohen Mietpreise nicht mehr leisten und müssen in andere Viertel umziehen. Das verändert das Gesicht ganzer Städte.

Mieter werden kreativ

Doch wie reagieren Bürger auf die steigenden Kosten und die für Normalverdiener oft nur noch schwer bezahlbaren Mieten? Viele werden angesichts der Misere kreativ. Neue Formen des Zusammenlebens und frische Wohnideen setzen sich seit einigen Jahren in vielen Städten durch. Dazu gehört zum Beispiel das Wohnen in Mehrgenerationenhäusern, auf Hausbooten oder in sogenannten Tiny Houses, die nur wenige Quadratmeter groß sind. In Großstädten wie München ist es außerdem nicht ungewöhnlich, über Plattformen wie Boxie24.com einen Lagerraum zu mieten und so Wohnraum zu sparen. Da Mietpreise für Lagerräume deutlich unter den Wohnungspreisen liegen, ist es so möglich, mit einer kleineren Wohnung auszukommen.

Zudem verzeichnen Wohngenossenschaften regen Zuwachs. Sie vermieten Wohnungen zu angemessenen Preisen, außerdem erfährt man als Mitglied einer Wohngenossenschaft zuerst von freien Wohnungen. Der Beitritt kann sich also lohnen.

Mit selbstorganisierten Wohnformen versuchen Bürger vor allem in ländlichen Regionen den Immobilienpreisen etwas entgegenzusetzen. Sie gründen Gemeinschaften, in denen sie nicht nur gemeinsam wohnen, sondern die sie auch gemeinsam wirtschaftlich verwalten. Diese Projekte beschäftigen sich oft auch mit dem Prinzip des Mehrgenerationenwohnens und schaffen so zudem Denkanstöße für ein glückliches und gesundes Wohnen im Alter.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | flyupmike (pixabay)



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Quelle: www.regensburger-nachrichten.de


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