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Seit die Menschheit sesshaft wurde, geißeln sie die Zivilisation: Infektionskrankheiten. All diese Seuchen sollten uns nicht nur daran erinnern, was die ungehinderte Verbreitung eines neuen Virus anrichten kann, sondern auch vor Augen führen, von welchem Wert Impfungen für die moderne Zivilisation sind. In unserer Serie stellen wir Ihnen jeden Samstag eine Infektionskrankheit vor. Lesen Sie im letzten Teil: Wundstarrkrampf.     

Das Auftauchen des Coronavirus SARS-CoV-2 hat die Krone der Schöpfung nicht nur auf seine grundsätzliche Verletzbarkeit zurückgeworfen, vielmehr schafft das Fehlen eines wirksamen Medikaments oder Impfstoffs gegen COVID-19 ähnliche Verhältnisse, wie sie noch vor über 100 Jahren herrschten, als sich Infektionserkrankungen ungehindert durch die Bevölkerung seuchen konnten. Wir haben ein Lexikon der am meisten gefürchteten Infektionskrankheiten in der Geschichte der Menschheit zusammengestellt und stellen Ihnen jeden Samstag eine vor. Lesen Sie im letzten Teil unserer Serie mehr zum Thema Wundstarrkrampf.   

Wundstarrkrampf (Tetanus) 

Bei Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, handelt es sich um eine meist tödlich verlaufende Wundinfektion. Obwohl Tetanus zwar keine klassische Seuche darstellt, sterben jährlich weltweit circa 300.000 Menschen, davon 30.000 Neugeborene. Das hierfür verantwortliche Bakterium Clostridium tetani kommt nahezu auf dem gesamten Globus vor – vor allem im Erdreich oder Straßenstaub. Eine kleine Wunde reicht aus, damit sich ein Mensch infiziert. 

Verlauf  

Infiziert sich ein Mensch mit den Sporen des Bakteriums, beginnen diese im Körper zu keimen, wobei sich der Erreger unter Absonderung von Giftstoffen vermehrt. Das ausgeschiedene Toxin schädigt vor allem muskelsteuernde Nervenzellen. Zu Beginn der Krankheit stellen sich grippeähnliche Symptome mit Unruhe, Zittern, Muskelschmerzen und anderem ein. Danach folgen vermehrt Krampfanfälle mit typischer Kieferklemme sowie dauerhafte oder zuckende Krämpfe von Rücken, Extremitäten, Kehlkopf und Zwerchfell. Ohne Therapie tritt der Tod durch Ersticken ein. 

Medikation 

Eine Infektion wird doppelt therapiert: Zum einen wird das freie Toxin in der Blutbahn neutralisiert und zum anderen die Verbreitung des Bakteriums mittels Antibiotika und chirurgischer Eingriffe bekämpft. Zusätzlich müssen Muskelrelaxanzien zugeführt werden. Oft erfolgt eine abschließende wochenlange Beatmung. Ein wirksamer Tetanusimpfstoff beugt effektiv Infektionen vor. 

Letalität 

Bei moderner früh einsetzender Intensivtherapie zwischen zehn und 20 Prozent – ansonsten erheblich höher. Ohne Behandlung sterben 100 Prozent.  Verbreitung Das Tetanusbakterium kommt überall auf dem Globus vor. Ein Mangel an Impfstoffen führt vor allem in afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern zu Tetanusinfektionen.
Bildquelle: bigstockphoto.com |

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