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Easter Eggs gibt es nicht nur zu Ostern
Zu Ostern freuen sich vor allem die Jüngsten auf eine spannende Suche nach Ostereiern. Doch nicht nur die kleinen Schokoeier wissen zu begeistern – auch die Easter Eggs diverser Online-Anwendungen überraschen die Nutzer immer wieder aufs Neue. Wir stellen in unserem heutigen Artikel die bekanntesten Easter Eggs vor und verraten, wie auch Unternehmen die kleinen Botschaften effektiv für sich nutzen können.

Easter Eggs – Ostereier einmal anders

Bei Easter Eggs handelt es sich um bewusst hinterlegte Botschaften und Überraschungen, die in der Regel gut in der jeweiligen Applikation versteckt sind. Die genaue Ausführung kann variieren, sowohl einfache Schriftzüge, versteckte Level, Videos sowie unterhaltsame Minispiele können als Easter Eggs eingestuft werden. Oft wird das digitale Osterei von dem Urheber selbst eingebunden, sodass die Anwendung eine individuelle Signatur des Entwicklers trägt. Für die Aktivierung eines Easter Eggs sind in der Regel bestimmte Tastenkombinationen oder Einträge notwendig, die sich häufig nur durch mehrfaches Probieren herausfinden lassen.

Seit wann gibt es Easter Eggs?

Die ersten Easter Eggs tauchten in den Siebzigern auf. Zu dieser Zeit fügten viele Programmierer geheime Botschaften in ihre Codes ein, um als Urheber identifiziert werden zu können. Das Konsolenspiel „Adventure“ für die Atari 2600 aus dem Jahr 1979 beinhaltet beispielsweise eine geheime Kennzeichnung des Programmierers Warren Robinett. Sofern es dem Spieler gelang, ein einzelnes Pixel durch die Spielwelt zu befördern, erschien der Schriftzug „Created by Warren Robinett“ auf dem Bildschirm. Zu der damaligen Zeit waren begabte Spieleentwickler rar gesät, die Namen wurden zum Schutze des Unternehmens nicht bekannt gegeben.

Wenn auch Easter Eggs durchaus Anklang bei den Anwendern fanden, wurden sie in den letzten Jahren kaum mehr von den Unternehmen geduldet. Der Grund für diesen Wandel bestand darin, dass nicht dokumentierte Programminhalte von den Anwendern als Schadsoftware wahrgenommen wurden, was wiederum ein schlechtes Licht auf das Unternehmen warf. Daher untersagten die meisten Unternehmen das Verstecken der visuellen Botschaften. Dennoch existieren auch heute noch dokumentierte Easter Eggs, die jedoch auch als solche beworben werden.

3 Grundvoraussetzungen für ein Easter Egg

Grundsätzlich sind schwer auffindbare Funktionen zunächst von normalen Easter Eggs zu unterscheiden. Eine versteckte Programmfunktion kann nur dann als Easter Egg definiert werden, wenn sie die drei untenstehenden Grundvoraussetzungen erfüllt:
  1. Die Funktion oder Botschaft wurde bewusst von dem Entwickler integriert,
  2. die Funktionen besitzen keinen klaren Nutzen für den Anwender,
  3. sie dienen lediglich der Unterhaltung und sind mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

Bekannte "Ostereier"

Wer sich auf die Suche nach witzigen Easter Eggs begeben möchten, der wird in erster Linie im Internet fündig. So lassen sich zahlreiche Easter Eggs in diversen Browsern abrufen: Der Browser-Bildschirm vollzieht mehrere 360-Grad-Purzelbäume, sobald bei Google die Worte „do a barrel roll“ in die Suchleiste eingegeben werden. Wird bei Google wiederum der Begriff „askew“, zu Deutsch: „schief“, in das Suchfeld getippt, kippt der Browser-Bildschirm leicht zur Seite. Auch kleine Minispiele sind in den einzelnen Browsern hinterlegt. Sobald beispielsweise „google.com/pacman“ in die Adresszeile eingetragen wird, erscheint ein kleiner Bildschirm mit dem Retro-Spiel Pacman. Dieses kann direkt mit den Pfeiltasten gestartet werden.

Im Bereich Smart-Home sind ebenfalls verschiedene Easter Eggs bei bekannten Sprachassistenten vertreten, beispielsweise lustige Witze von Alexa. Auch Unternehmen machen sich die unterhaltsamen Easter Eggs zunutze und schicken ihre Kunden auf eine virtuelle Schatzsuche. So ist in dem Quellcode der Webseite von Coca-Cola beispielsweise der Schriftzug der Brand hinterlegt. Wer bei Wikipedia wiederum nach dem Begriff „Easter Egg“ sucht, sollte einfach mal auf den Igel auf dem hinterlegten Foto klicken.

Wo können sich Easter Eggs überall verstecken?

Grundsätzlich können sich Easter Eggs sowohl im Internet als auch in technischen Anwendungen verstecken. Nutzer von Excel 97 konnten beispielsweise mit der richtigen Tastenkombination einen unterhaltsamen Flugsimulator starten. In Excel 2000 verbarg sich wiederum ein Mini-Racer, der sich ebenfalls durch bestimmte Aktionen freischalten ließ. Auch im IOS- sowie Android-Betriebssystem lassen sich visuelle Überraschungen wie Memes oder Animationen durch bestimmte Eingaben aktivieren.
Besonders populär sind natürlich die Easter Eggs bekannter PC-Games, die mitunter auch als Belohnung für treue Spieler und als Wahrzeichen der Brand dienen. Vor allem die gefeierten Mario-Spiele sind reich bestückt mit Botschaften, geheimen Leveln sowie witzigen Verweisen zu verschiedenen Games von Nintendo. Doch auch in anderen bekannten Spielen, wie beispielsweise Call of Duty, GTA5 und Rage, lassen sich versteckte Bilder, geheime Räume sowie Minispiele entdecken.

Easter Eggs können im Unternehmen sogar nützlich sein

Easter Eggs dienen nicht nur der bloßen Unterhaltung, sondern können auch im Zuge der Marketingstrategie genutzt werden. So widmen sich potenzielle Kunden der Unternehmenswebseite gerne ein wenig genauer, um die versteckten Botschaften zu finden. Zudem wirkt eine Marke durch ein Easter Egg persönlicher und das Unternehmen selbst erscheint nahbarer. Da in der Regel viel Mühe in die Konzeption der kleinen Botschaften gesteckt wird, gelten diese auch als Wertschätzung für die Kunden. Aus diesem Grund spielen Easter Eggs für die eigentliche Kundenbindung eine wichtige Rolle. Wer sich zudem gezielt auf die Suche nach versteckten Easter Eggs begibt, wird automatisch auf das jeweilige Unternehmen aufmerksam gemacht. Demnach können Unternehmen mit den visuellen Überraschungen ihre Sichtbarkeit sowie ihre Brand Awareness erhöhen.

Easter Eggs sind nicht nur technische Spielereien

Easter Eggs existieren seit einigen Jahren und sind viel mehr als unterhaltsame Spielereien. Während die Nutzer sich von den kreativen Botschaften überraschen lassen dürfen, können Unternehmen konkrete Statements setzen. Daher lohnt es sich, hochwertige Easter Eggs zu entwickeln, um die eigene Marke auch künftig noch besser auf dem Markt etablieren zu können.

Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Pexels - Roman Odintsov

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