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Blühende Wiese mit Schmetterlingen

Es ist Mitte Mai, die Eisheiligen gerade vorbei und zarte Sonnenstrahlen kitzeln beim ersten Frühstück des Jahres auf dem Balkon die Nase. Eine Ahnung des nahenden Sommers liegt in der Luft. Die Bäume des angrenzenden Parks erwecken mit zarten Grüntönen die Natur zum Leben und das Gärtnerherz erwacht. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die alten Balkonkästen neu zu bestücken, die Töpfe zu leeren und Verwelktes wieder neu erblühen zu lassen. Vielleicht spitzen schon die ersten Knospen der im Herbst gesetzten Blumenzwiebeln aus der Erde. Worauf muss man achten, wenn man seine Terrasse oder den Balkon diesmal in eine wahre Blütenpracht Oase verwandeln möchte?

Rundes und Kastenförmiges

Die Form des Pflanzgefäßes ist für Blumenzwiebeln gar nicht so ausschlaggebend und richtet sich nach dem Wunsch des Betrachters. Die Größe dagegen ist entscheidend. Ist der Topf recht klein, trocknet die Erde schnell aus. Deshalb ist eine Höhe und Breite von mindestens 20 cm anzuraten. Mittlerweile gibt es täuschend echte Kunststoffimitationen von Holz- oder Steinpflanzgefäßen. Oft sind diese auch wesentlich günstiger im Anschaffungspreis. Außerdem sind sie bei einer Balkonbepflanzung auch gewichtstechnisch die bessere Alternative. In schwarzen Töpfen erwärmt sich die Erde sehr stark, sodass Hitzeschäden an den Wurzeln der Pflanzen nicht auszuschließen sind. Am besten fällt die Wahl, wenn möglich auf einen, am Boden mit einem Loch versehenen Topf oder Kasten. Dies vermeidet Staunässe. Ein Vlies, das man über das Loch spannt, verhindert das Ausschwemmen der Erde. Eine Schicht, die 2 bis 3 cm dick ist und aus Tonscherben oder Kies besteht, fördert die Drainagefähigkeit und lässt frisches Wasser an die Wurzeln. Hanging Baskets sind Blumenampeln, die mit üppiger Blütenpracht bestechen. Sie sind wegen ihres geringen Volumens allerdings etwas aufwendiger in der Pflege, können den Balkon oder die Terrasse aber in einen verwunschenen Sommertraum verwandeln.

Wohlfühlort Humus

Bei der Wahl der Blumenerde sollte der Griff hin zu hochwertiger, humusreicher Erde gehen. Sie erfüllt am besten die Ansprüche blütenreicher Pflanzen. Die Wurzeln finden darin guten Halt und werden mit Nährstoffen und dem sich darin speichernden Wasser versorgt. Ihre Luftporen ermöglichen es den Adern der Pflanze zu atmen. Die Nährstoffkombination Stickstoff, Phosphor und Kalium ist ein wahrer Booster für das Wachstum der natürlichen Schönheiten. Diese sollten also in der Erde vorhanden oder durch Dünger in ausreichendem Maße zugefügt werden. Am besten ist es, die Erde vom Vorjahr zu entfernen, da sie mit Schimmelpilzen verunreinigt sein kann.

Pflanzenliebe

Die neu erworbenen Frühlingsblüher sollten erst mal ein kleines Bad im handwarmen Wasser einnehmen, dann lösen sie sich auch leichter aus dem Topf. Die Ungeduld zügeln und den Pflanzen im Gefäß ausreichend Platz lassen, um sich zu entfalten, ist unbedingt notwendig, damit sie ihre volle Pracht zu Tage fördern können. Zu viele Bewohner in einem Topf stehlen sich Licht und Nährstoffe. Am schönsten stehen die eingesetzten Prachtstücke, wenn ein aufrecht wachsendes Exemplar in die Mitte und hängende blühende Varianten am Rand rundherum gesetzt werden. Erst mal sollte man vorsichtig gießen. Die Wurzeln begeben sich so auf die Suche nach Wasser und durchstreifen so zügig das Substrat. Später ist es am besten morgens und abends das reiche Nass zuzuführen. Regenwasser eignet sich zum Gießen besser als Leitungswasser, da es nicht kalkhaltig und ohne Zusätze auskommt. Regelmäßiges abzupfen oder schneiden von welkem Blattwerk bringt neue Energie in die frischen Triebe. So wird das Wachstum der Pflanzen und der neuen Blütentriebe immer wieder neu angeregt.

Frühlingsblüher

Als eine der ersten Schönheiten strecken Schneeglöckchen und Krokusse ihre frühen Triebe aus der Erde. Ins Blickfeld rückt man sie mit einer Topf-Hortensie. Süße Blausternchen öffnen gerade zur richtigen Zeit ihre kleinen Blütentrauben. Gemeinsam mit der Puschkin haben sie einen wunderschönen Auftritt. Blumenzwiebeln können schon im Jahr zuvor gesetzt werden. Die Traubenhyazinthe schafft mit ihrem strahlenden Azurblau im Topf ein wahres Leuchten. Sie vermehrt sich bei ausreichend Platz gerne zahlreich. Fröhliche Narzissen dazwischen gesetzt bringen eine bunte Vielfalt auf Balkon und Terrasse. Die Schlüsselblume mag das Zusammenspiel mit der Etagen- oder auch der Kugelprimel.

Staunen und Genießen

Gut vorbereitet und im Frühjahr rechtzeitig angepackt, bringen schön gesetzte Töpfe und Kästen wahre Blütenträume zutage. Wenn die bunten Farben bis hinein ins Wohnzimmer leuchten, hat man alles richtig gemacht und kann nun die Zeit des genießen voll auskosten.
Bildquelle: bigstockphoto.com | Miiicha
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