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Arzt, der auf Brust von Frau zeigt. Brust ist rot markiert.

Das Caritas-Krankenhaus St. Josef ist das erste zertifizierte Zentrum für Brustfehlbildungen in Deutschland. Die Klinik hat sich dafür einem externen Qualitätscheck unterzogen.

Das Caritas-Krankenhaus St. Josef ist mit seiner Zertifizierung das erste Hochschulzentrum für Brustfehlbildungen. Es ist somit Anlaufstelle für Patientinnen aus ganz Bayern und Deutschland. Die Klinik hat sich im Rahmen der Re-Zertifizierung des Josefskrankenhauses nach DIN EN ISO 9001 einem externen Qualitätscheck unterzogen und mit Bravour bestanden.


Beste Verfahren und gleichbleibende Qualität


Die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist die am weitesten verbreitete Norm im Qualitätsmanagement. Das Caritas-Krankenhaus St. Josef ist bereits seit mehreren Jahren nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Im Rahmen der diesjährigen Re-Zertifizierung wurde auch das Zentrum für Brustfehlbildungen durch ein unabhängiges, externes Auditteam vor Ort überprüft und konnte so das Zertifikat erlangen.

Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl erklärt hierzu: „Zertifizierungen ermöglichen den Patientinnen und Patienten, sich transparent über die medizinische Qualität zu informieren. Sie können so erkennen, dass sie nach neuesten Standards und mit den anerkannt besten Verfahren behandelt werden und das bei gleichbleibend hoher Qualität.“ Auch seien die externen Begutachtungen für sein Team und ihn eine gute Richtschnur für die eigene Arbeit, da sie so wichtige Impulse erhalten, die ihnen helfen, sich beständig weiterzuentwickeln.


Zu klein, zu groß, zu ungleich – Betroffene leiden sehr stark


Es gibt viele Gründe, warum Frauen mit ihren Brüsten nicht zufrieden sind. Doch dabei handelt es sich in der Regel eher um ein persönliches Empfinden. Es gibt allerdings Brustformen, die auch aus medizinischer Sicht in Größe und Form massiv von der Norm abweichen und entstellenden Charakter haben können: Experten sprechen in diesen Fällen von Fehlbildungen der Brust. Prof. Prantl weiß: „Meist sind Fehlbildungen nicht mit einem körperlichen Risiko verbunden. Doch die betroffenen Frauen – und gelegentlich auch Männer – leiden in vielen Fällen psychisch sehr stark.“


Erkrankung muss vorab ausgeschlossen werden


Prof. Prantl betont, dass als erstes immer eine Abklärung erfolgen müsse, da in Einzelfällen auch eine Tumorentartung ausgeschlossen werden muss. 250 Patientinnen und Patienten behandeln der Direktor der Klinik für Plastische und Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und sein Team jedes Jahr.


Mögliche Fehlbildungen der Brust


Es gibt verschiedene Arten und Formen der Brustfehlbildungen.


Tubuläre Brust oder Schlauchbrust


Eines der typischen Krankheitsbilder ist die tubuläre Brust, umgangssprachlich auch Schlauchbrust oder Rüsselbrust genannt. „Wie der Name schon vermuten lässt, äußert sich diese Fehlbildung in stark nach unten gewölbten, schmalen und im Extremfall schlauchförmigen Brüsten“, erklärt Prof. Prantl. Ursache ist eine Wachstumsstörung während der Pubertät, wo sich die Basis der Brust in der Pubertät nicht oder nicht vollständig ausbreiten kann.


Das Poland-Syndrom betrifft die ganze obere Körperhälfte


Weitere Fehlbildungen, die im zertifizierten Zentrum behandelt werden, sind unter anderem das Poland-Syndrom, eine Fehlbildung der ganzen oberen Körperhälfte. Ein weiteres Merkmal sind in diesem Fall extrem asymmetrische Brüste, oder die Trichterbrust, eine angeborene oder im Rahmen einer Krankheit entwickelte Deformität des vorderen Brustkorbs, bei der sich das Brustbein trichterförmig nach innen wölbt.


Zu große oder zu kleine Brüste – jedoch keine klassische Schönheitschirurgie


Ebenso fallen ins Behandlungsspektrum des Zentrums zu große oder zu kleine Brüste. Experten sprechen dann von Makromastie bzw. Mikromastie. „An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass es hier nicht um klassische Schönheitschirurgie geht“, sagt Prof. Prantl. „Die Brüste sind bei einer Mikromastie nicht einfach nur klein, sondern zum Teil gar nicht ausgebildet. Bei der Makromastie sind sie so schwer, dass die Frauen davon Rückenprobleme bekommen, da das Gewicht der Brüste an Wirbelsäule, Schultern und Oberkörper zieht. Ebenso können Ekzeme auftreten, dort wo die Brüste aufliegen. Je nach Ausmaß der übergroßen Brust belastet diese die Frauen auch psychisch stark.“

Ein zunehmendes Brustwachstum bei Männern, Gynäkomastie genannt, ist auffällig und sollte gründlich abgeklärt werden, da sich in seltenen Fällen auch eine bösartige Brusterkrankung verbergen kann.


Vielfältige Möglichkeiten für eine bestmögliche Therapie


Als größte Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Bayern verfügt das interdisziplinäre, universitäre Hochschulzentrum von Caritas-Krankenhaus St. Josef und Universitätsklinikum Regensburg über sehr große Erfahrung auf diesem Gebiet. Sie haben dabei vielfältige Möglichkeiten, um die Fehlbildungen zu korrigieren. Sie reichen von Brustvergrößerungen bzw. -aufbau mit körpereigenem Fettgewebe oder Implantaten über Brustverkleinerung, Bruststraffung und Umformen des vorhandenen Drüsengewebes bis hin zur kompletten Rekonstruktion der Brust sowie der Brustwarzen.

Häufig ist es möglich, über sehr kleine Schnitte unter Vermeidung von auffälligen Narben die Brustfehlbildung zu beseitigen und eine natürliche Brustform wiederherzustellen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Frauenheilkunde, dem Institut für Radiologie, dem Ultraschallzentrum sowie der Abteilung für Psychosomatische Medizin am Universitätsklinikum Regensburg kann den Patientinnen und Patienten die für die jeweilige Situation bestmögliche Therapie angeboten werden.


Caritas-Krankenhaus St. Josef / RNRed
Bildquelle: bigstockphoto.com | Alona Siniehina
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