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Hanballerin

Unentschieden kommen im Handball deutlich seltener vor als im Fußball, da bei der rasanten Hallensportart das Ergebnis nicht verwaltet werden kann. Die Bunkerladies haben am Samstagabend nun das zweite Remis in Serie geholt: Das 30:30(15:17)-Unentschieden bei der TG Nürtingen war dann auch alles andere als eine Taktiererei, sondern ein offener Schlagabtausch zweier Teams auf Augenhöhe. Nach einer Achterbahn der Gefühle vergaben beide Mannschaften den Sieg und somit ging die Punkteteilung völlig in Ordnung.

Das vorangegangene Unentschieden gegen das Spitzenteam aus Lintfort vor drei Wochen hatte zwar einen wichtigen Zähler für das Saisonziel „Klassenerhalt“ gesichert, aber eben auch das Lazarett um Nicole Lederer (Daumenverletzung an der Wurfhand) vergrößert. Die formstarke Halblinke verpasste so ausgerechnet die Partie gegen ihren Ex-Verein aus dem Stuttgarter Umland. Damit fehlte Trainer Csaba ein ganzes Quartett, da auch die Langzeitverletzten Sophia Peter, Anika Bissel und Julia Smidéliusz auf der Tribüne Platz nehmen mussten. Somit mussten in Angriff und Abwehr etliche Änderungen vorgenommen werden. Sehr erfreulich war jedoch die Rückkehr von Spielmacherin Anna Fuhrmann, die seit dem Auftaktmatch gegen die Füchse Anfang September pausieren hatte müssen. Gegen den Tabellennachbarn sollte trotzdem etwas Zählbares her.

Zwölf Treffer durch Flügelzange in erster Häfte

Das Heimteam stand vor dem Anpfiff mehr unter Druck und wollte gegen den Aufsteiger den ersten Heimsieg einfahren. Angeführt von der überragenden Goalgetterin Kerstin Foth holte sich die TG eine 6:4-Führung nach zwölf Minuten. In der Folgezeit fanden die Gäste aber besser ins Spiel: Gestützt auf eine starke Torhüterleistung von Natalia Krupa wurden etliche Ballgewinne realisiert und in Konter umgemünzt. Die Flügelzange Johanna Brennauer und Nicole Schiegerl erzielte dabei zwölf Treffer. Durch diese sogenannten einfachen Tore konnten sich die Bunkerladies eine 17:15-Pausenführung sichern.

Nürtingen dank Pfosten nur drei Treffer im Hintertreffen

Auch nach dem Seitenwechsel standen die Regensburgerinnen in der Defensive unter Dauerdruck, da Nürtingen oftmals die Torhüterin zugunsten einer siebten Angreiferin austauschte. Über gekonntes Kreisläuferspiel und Durchbrüche sicherte sich Nürtingen so eine Flut von Siebenmetern, die die 16-fache Torschützin Foth meist sicher verwandelte. In der Offensive mussten sich der ESV nun neue Lösungen einfallen lassen, da das Konterspiel zum Erliegen gekommen war. Kreisläuferin Sara Mustafic, die ihre beste Saisonleistung ablieferte, und die Durchschlagskraft von Franzi Peter und Amelie Bayerl waren dabei die meistgewählten und besten Optionen. Die 23:20-Führung nach 45 Minuten sah gut aus und Nürtingen hatte Glück, dass zweimal der Pfosten für die geschlagene Tothüterin rettete. Das Team von Trainer Simon Hablizel blieb durch sein Überzahlspiel stets gefährlich und hatte dabei auch sechs Strafminuten weniger zu verkraften.

Nach Unterzahl dankbares Remis

Nach rund 58 Minuten schien sich beim Stande von 28:28 alles gegen den ESV verschworen zu haben: Führungsspielerin Franzi Peter erhielt eine mehr als diskutable Rote Karte. Den zusätzlich verhängten Siebenmeter konnte Krupa parieren, doch der Abpraller landete bei Kerstin Foth. Das 30:29 bedeutete die erste Führung seit der Anfangsphase für Nürtingen und Regensburg musste die verbleibende Spielzeit in Unterzahl verbringen. Amelie netzte jedoch unwiderstehlich ein und in doppelter Unterzahl – Nürtingen versuchte es im 7:5 – gelang ein Ballgewinn. Im nachfolgenden Angriff wurde dem ESV jedoch ein Schrittfehler abgepfiffen und dem Heimteam blieben 15 Sekunden für den Siegtreffer. Die aufopferungsvoll kämpfende ESV-Deckung erkämpfte sich mit letztem Einsatz in doppelter Unterzahl aber einen Steal und so sogar die Chance auf den Siegtreffer. Das leere Tor wurde in der Hektik der Schlusssekunden jedoch knapp verfehlt und somit blieb es bei der nach Meinung vieler Beobachter gerechten Punkteteilung. „Ich bin sehr stolz auf die Mädels, das war unter diesen Voraussetzungen eine super Leistung“, lobte Coach Szücs sein Team. Alle Mannschaftsmitglieder hatten in dieser sehr unterhaltsamen Partie zum Ergebnis beigetragen, ein Sonderlob geht an Keeperin Natalia Krupa und die 19-jährige neunfache Torschützin Johanna Brennauer.

Mit dem ersten Auswärtszähler im Reisegepäck gen Oberpfalz konnte Nürtingen auf Distanz gehalten und der zehnte Tabellenplatz gesichert werden.



PM/RNRed
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | TG Nürtingen
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