Vortrag: Reichsidee im 17. und 18. Jahrhundert

Im Jubiläumsjahr "350 Jahre Immerwährender Reichstag" setzen das Kulturreferat und die Universität Regensburg die gemeinsame, im Herbst 2012 begonnene wissenschaftliche Vortragsreiche fort. Sie soll dazu beitragen, das spannende, aber auch komplexe Phänomen Immerwährender Reichstag zu erschließen und zu erklären.
 
Im April und Mai 2013 blicken Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen zurück auf das facettenreiche Leben zur Reichstagszeit. Den Auftakt macht am Donnerstag, 18. April 2013 der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Löhnig von der Universität Regensburg. Zu seinen Fachgebieten zählen die Bereiche Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte sowie Kirchenrecht.  Er referiert ab 19 Uhr im Runtingersaal zum Thema "Zur Reichsidee im 17. und 18. Jahrhundert". Der Eintritt ist frei.
 
Reichstage gab es im alten deutschen Reich seit dem Mittelalter. Man tagte je nach Bedarf in verschiedenen Städten, zum Beispiel in Augsburg, Nürnberg, Regensburg oder Speyer. Ab 1594 fanden die Reichstage schließlich nur noch in Regensburg statt. Seit 1663 schließlich tagte der Immerwährende Reichstag als eine Art ständiger Gesandtenkongress in Regensburg. Im Festsaal des Alten Rathauses, dem sogenannten "Reichssaal" versammelten sich die Vertreter der Reichsstände des Heiligen Römischen Reiches.
 
Im Mittelpunkt des Vortrags von Martin Löhnig steht die Frage, was dieses Heilige Römische Reich Deutscher Nation eigentlich war. Wovon wurde es in den Jahren des Immerwährenden Reichstags, zwischen 1663 und 1806 getragen? Erst kurze Zeit zuvor war der Dreißigjährige Krieg zu Ende gegangen. Ein Krieg,  in dem sich gerade auch die reichsinternen Konflikte zwischen den in der Katholischen Liga und den in der Protestantischen Union vereinigten Reichsständen entladen hatten. Martin Löhnig verdeutlicht in diesem Zusammenhang, was aus der aus Antike und Mittelalter überkommenen Reichsidee geworden war. Er erläutert außerdem, was die Akteure von diesem Reich erwarteten.
 
Prof. Martin Löhnig hat im Wintersemester 2008/2009 den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Regensburg übernommen. Seit 2008 ist er maßgeblich am internationalen Forschungsverbund "Europäische Justizgeschichte des 19. Jahrhunderts" beteiligt. 2007 hat Martin Löhnig den vom Bayerischen Wissenschaftsministerium verliehenen "Preis für gute Lehre an Bayerns Universitäten" erhalten.

Informationen zum Vortrag:

Was? "Zur Reichsidee im 17. und 18. Jahrhundert" - Vortrag von Prof. Dr. Martin Löhning (Universität Regensburg)
Wann? 18.04., 19 Uhr
Wo? Runtingersaal, Keplerstraße 1

Bildquelle: |



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Quelle: www.regensburger-nachrichten.de


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