Anlässlich des Welttags der Obdachlosen lädt die Caritas am 7. Oktober um 18.30 Uhr zu einer Lesung mit Bestsellerautor und Sozialaktivist Dominik Bloh ins Degginger ein. Der Eintritt ist frei.
Vom Straßenjungen zum Bestsellerautor
Er landete mit 16 in Hamburg auf der Straße, ging aber weiter zur Schule, machte sogar Abitur. Nach fast elf Jahren als Straßenjunge hat er heute eine kleine Wohnung in Hamburg, ist Vater geworden. Bestsellerautor Dominik Bloh (36) liest am Mittwoch, den 7. Oktober, um 18.30 Uhr im Degginger, und zwar aus seinem Bestseller „Palmen aus Stahl“ sowie seiner Neuerscheinung „Straße im Kopf“. Bloh ist Sozialaktivist und wurde 2022 für sein Engagement für obdachlose Menschen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Nach der Lesung sprechen Dominik Bloh und Vertreter der Caritas über die Hilfen für Obdachlose in Regensburg. Anlass für die Veranstaltung ist der Welttag der Obdachlosen, der jährlich am 10. Oktober stattfindet und den Blick auf Obdachlosigkeit richtet. Der Titel der Veranstaltung lautet: „Aus dem Leben eines Obdachlosen – Warum der Weg von der Straße so schwer ist – und was hilft.“
Obdachlosigkeit in Regensburg
In den letzten fünf Jahren sei die Zahl der Obdachlosen gestiegen, sagt Brigitte Weißmann, Referatsleitung für Besondere Lebenslagen der Caritas und damit verantwortlich für die Wohnungs- und Obdachlosenhilfe in Regensburg. „Wir haben voll belegte Einrichtungen und das ist eigentlich ein bedenkliches Zeichen.“ Im Rahmen des NOAH-Programms der Caritas unterstützen Fachkräfte obdach- und wohnungslose Menschen dabei, in ein selbstbestimmtes Leben zurückzukehren. Sie kennen die Gesichter und Lebensgeschichten der Menschen, die hinter den Statistiken stecken. Doch klar sei auch: „Es gibt für jeden Sozialarbeiter Grenzen. Wir können noch so gut arbeiten, stabilisieren und psychosozial begleiten, wenn Wohnraum fehlt und wir nicht vermitteln können“, sagt Weißmann. Obdachlosigkeit dürfe daher nicht als persönliches Scheitern bewertet werden, sondern sei ein strukturelles Problem, an dem die Gesellschaft arbeiten müsse, sagt Brigitte Weißmann. Obdachlose Menschen seien oftmals zudem in vielerlei Hinsicht belastet, beispielsweise mit Suchterkrankungen, fehlender Existenzgrundlage sowie psychischen Problemen. Dies erschwere zusätzlich mögliche Wege aus der Obdachlosigkeit.
Gespräch über Hilfen für Obdachlose
Am 7. Oktober wird die Caritas Regensburg mit Autor Dominik Bloh ab 18.30 Uhr über die Herausforderungen der Obdachlosigkeit und den Weg zurück in ein stabiles Leben reden. Wer oder was hat ihn wirklich unterstützt? An die Lesung schließt eine Gesprächsrunde an, bei der es konkret um die Situation obdachloser Menschen in Regensburg, deren Bedürfnisse, Hilfsangebote und Perspektiven für die Stadt gehen wird. „Die Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für das Thema ist wichtig. Und das machen wir mit dieser Lesung“, sagt Brigitte Weißmann.
Info
Lesung und Gesprächsrunde mit Bestsellerautor Dominik Bloh: Aus dem Leben eines Obdachlosen: Warum der Weg von der Straße so schwer ist – und was hilft. Mittwoch, den 7. Oktober 2026, 18.30 Uhr Degginger, Wahlenstraße 17, 93047 Regensburg Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Caritasverband / RNRed