Violoncello und iranisches Santûr treffen auf elektronische Klänge: Mit seinem neuen Konzert „SaitenArt – seidenzart“ verbindet der Komponist und Instrumentalist Jean de l’Aire filigrane Saitenklänge mit besonderen Spieltechniken. Die Premiere findet am 17. Oktober in Theresia statt.
Am Samstag, 17. Oktober 2026, lädt Jean de l’Aire zur Premiere seiner neuen Klang-Licht-Reise „SaitenArt – seidenzart“ ein. Das Konzert findet um 20 Uhr in Theresia – Raum für Ideen (Kumpfmühler Straße 39) statt und ist ein Beitrag zum kulturellen Jahresthema „Fingerspitzengefühl“. Der Einlass startet um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 20 Euro. Tickets sind auf www.okticket.de sowie an zahlreichen Vorverkaufsstellen erhältlich.
Saitenklänge zwischen Tradition und Elektronik
Der international tätige Komponist und Instrumentalist Jean de l’Aire entfaltet bei seinen Konzerten eine faszinierende Welt voller Saitenklänge. Mit seinem elektronisch modifizierten Violoncello und dem iranischen Santûr (übersetzt: 100 Haare) zaubert er orchestrale, vielstimmige Klanggebilde. Inmitten eines schillernden und pulsierenden Kosmos von Bogenstrichen und Saitenklängen bietet sich dem Publikum ein einzigartiges musikalisches Erlebnis entrückender Intensität.
Fingerspitzengefühl im wahrsten Sinne des Wortes
Im Fokus der neuen Komposition steht das Evozieren subtiler, feiner Klangfacetten der beiden Saiteninstrumente Violoncello und iranisches Santûr. Es erfordert höchst feines Fingerspitzengefühl im wahrsten Sinne des Wortes, die filigranen, instrumentenspezifischen Klangcharakteristika mit der Kunst einer zutiefst einfühlsamen Bogenführung beim Violoncello hervorzubringen. Der Komponist dringt in seiner eigenen Klangsprache in die Weiten des schillernden, vielfarbigen Obertonspektrums mithilfe seiner besonderen Spieltechniken ein.
Ebenso verhält es sich bei der Klanggestaltung mittels federleichter, zarter Schlegel beim Santûr: Die Ausformung der sphärischen Ton- und Melodieverläufe sowie der daraus resultierenden, sich verdichtenden Klangwolken lassen sie im Sinne von Fingerspitzengefühl zum substanziellen Konzept der Kompositionen werden.
Über den Künstler Jean de l’Aire
Jean de l’Aire, auch bekannt als Hans Schanderl, hat an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover unter anderem Komposition studiert. Es folgten mehrjährige Studienaufenthalte in Indien, am Staatlichen Konservatorium für Klassische Türkische Musik in Indien sowie beim Staatlichen Nationalensemble für Percussions in Guinea.
Seit dem Erfolg seines Debüts „Joannes Baptista“ 1995 folgten zahlreiche internationale Kompositionspreise, Stipendien und Kompositionsaufträge, darunter mit „Der Maschinist“ eine große Oper für die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover. Sein Œuvre umfasst alle musikalischen Gattungen von Oper, Sinfonik, Kammermusik und Solowerken über Oratorium und Bühnenwerke bis zu Elektronik und Vokalmusik. Die Bandbreite seines Spektrums vereint ein individueller Personalstil in einer Ton- und Klangsprache, deren Ästhetik einerseits Traditionen reflektiert und andererseits neue Kombinationen und Ausformungen musikalischer Strukturen und Ausdruckselemente zwischen den Kulturen und Epochen eingeht.
Weitere Informationen zum Konzert
Weitere Informationen über Jean de l’Aire sind auf seiner Internetseite unter https://jean-de-laire.de zu finden.
Das Projekt findet im Rahmen des kulturellen Jahresthemas 2026 „Fingerspitzengefühl“ statt und wird von der Stadt Regensburg finanziell unterstützt. Weitere Informationen zum Jahresthema unter www.regensburg.de/fingerspitzengefuehl.
Stadt Regensburg / RNRed