Ein 84 Meter langer Lichttunnel, farbige Laser und besondere Klänge: Die Installation „Licht im Dom“ hat den Regensburger Dom St. Peter an vier Veranstaltungstagen in eine besondere Atmosphäre getaucht. Besonders der Samstagabend lockte zahlreiche Besucher an.
„Egal aus welchem Blickwinkel wir es betrachten: Licht im Dom war ein großer Erfolg“, resümiert Dr. Franz Frühmorgen, als Dompropst verantwortlich für die unterschiedlichen Feierlichkeiten zum 750-jährigen Jubiläum des Doms St. Peter zu Regensburg. „Wir wussten, dass mit dem ausführenden Künstlerduo silentMOD – in personas Rupert König und Markus Kortewille – zwei Profis antreten würden. Sie hatten uns eine multisensuale Installation versprochen, die respektvoll mit dem ehrwürdigen Kirchenraum umgeht, aber gleichzeitig mit zeitgenössischen Möglichkeiten eine Ästhetik schafft, die die Sinne der Menschen auf ungewohnte Weise anspricht und einlädt, sich der Tiefendimension ihres Lebens zu öffnen und damit dem Geheimnis Gottes zu begegnen. Und dieses Versprechen haben sie gehalten.“
Die Hoffnung, dass möglichst viele Menschen dieses Format annehmen würden und den Dom im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht sehen wollten, erfüllte sich. An vier Veranstaltungstagen konnten 15.500 Besucherinnen und Besucher gezählt werden, am Samstagabend allein 6.000.
„Möglich gemacht haben diesen Erfolg aber nicht nur die Kreativität und die Perfektion der Künstler und ihrer Technik-Crew, sondern auch zahlreiche Helferinnen und Helfer im Hintergrund, allen voran rund zwei Dutzend Domspatzen“, zeigt sich der Dompropst dankbar, „und auf die jungen Leute bin ich besonders stolz.“ Viele von ihnen hatten an allen vier Tagen mitgeholfen und durch ihr sympathisches Auftreten der Veranstaltung auch menschlich ein freundliches Gesicht gegeben.
Domspatzen und Helfer für ihren Einsatz gewürdigt
Dompropst Dr. Franz Frühmorgen ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit Veranstaltungsleiter Hans-Christian Wagner die jungen Helferinnen und Helfer persönlich zu besuchen, um im Namen des Domkapitels nochmals zu danken und eine kleine Anerkennung zu überreichen. Nach den Herbstferien wartet mit einer Führung auf die Domtürme und einem anschließenden Pizzaessen noch ein zusätzliches Dankeschön auf sie.
Maßgeblich an einem reibungslosen Ablauf beteiligt waren auch Dommesner Robert Feigl und Michael Fischer, Leiter von „Domplatz 5“, mit seinen Domführerinnen und Domführern sowie das Team der Dombauhütte, das die „Brandwache“ übernommen hatte. Ein Dank ging auch an den Sicherheitsdienst, der den reibungslosen Zulauf der Gäste maßgeblich unterstützte und auch für eine mögliche Entfluchtung des Domes bereitstand.
Lichtinstallation zog Besucher in den Dom
„Den Dom St. Peter in seiner Weite und Erhabenheit in einem anderen Licht erleben ist das Ziel der multisensualen Installation LICHT IM DOM“ stand auf dem Einladungsflyer des Domkapitels zu dieser viertägigen Installation aus Licht, Klang und Duft anlässlich des 750-jährigen Jubiläums des bedeutenden Gotteshauses.
„Dieses Ziel wurde in mehrfacher Hinsicht erreicht“, freut sich Dompropst Dr. Franz Frühmorgen. Auch wenn sich die Warteschlange teilweise bis zum Schwanenplatz zurückstaute, musste dank eines ausgeklügelten Einlass-Systems niemand länger als 20 Minuten anstehen. Was sich den Gästen bereits vor dem Betreten des Domes über das beleuchtete Westportal andeutete, nahm spätestens nach dem Durchschreiten der Pforte positiv „in Beschlag“.
84 Meter langer Lichttunnel im Mittelschiff
Hauptinstallation war ein 84 Meter langer Lichttunnel, der immer wieder in drei verschiedenen Grundfarben den Raum des Mittelschiffes erfüllte. Rot, Grün und Blau standen für die Trinität und erinnerten an das dritte Patrozinium des Domes.
Im Zentrum des Lichttunnels stand – oder besser schwebte – vor dem Hauptaltar eine Christusdarstellung aus fluoreszierenden Plexiglasscheiben. „Dieser verdrehte Christus weist auf den auferstandenen Christus hin“, war im aufwändigen Konzept der Installationskünstler zu lesen.
Die Besucherinnen und Besucher ließen sich bereitwillig auf das Konzept ein und verweilten für längere Zeit im Dom. Bis zu 800 Personen konnten gleichzeitig den Dom in dieser einmaligen Form erleben. Viele setzten sich in die Bänke, um die verschiedenen Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Unzählige zündeten am Marienaltar Kerzen an, manche zogen sich auch zur Einkehr in die Sailerkapelle zurück.
„Es ist unsere Aufgabe als Künstler und Seelsorger: die Menschen zu ermutigen und sich dabei vielleicht der Frage nach einem Sinn im Leben zu stellen und der Suche nach Gott zu öffnen“, hatten Markus Kortewille, zuständig für das Projektmanagement, und Rupert König, der das Konzept und die Lichtkunst beigesteuert hatte, bei der Eröffnungsveranstaltung mit Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer versprochen. Über 15.000 Menschen kamen, manche davon an mehreren Tagen.
H.C. WAGNERs BUREAU – PUBLIC.RELATIONS! / RNRed