Liebe, Freiheit und gesellschaftliche Grenzen: Eine neue Tanztheaterproduktion am Staatstheater Regensburg nimmt Shakespeares berühmte Liebesgeschichte zum Ausgangspunkt und richtet den Blick auf heutige Lebensentwürfe. Dabei geht es auch um Beziehungen, die noch immer auf Ablehnung stoßen.
Mit „ROMEO, JULIA &“ bringt das Staatstheater Regensburg eine neue Tanztheaterproduktion auf die Bühne. Ausgehend von Shakespeares berühmter Liebesgeschichte beschäftigt sich das Stück mit heutigen Vorstellungen von Liebe und fragt nach ihren Facetten jenseits des tragischen Scheiterns, das seit Generationen als „romantisch“ interpretiert wird.
Was bedeutet es, frei lieben zu können? Weshalb werden manche Formen der Liebe noch immer abgelehnt, während andere als selbstverständlich gelten? Zwischen Sehnsucht und gesellschaftlichen Erwartungen sowie Nähe und Ausgrenzung entsteht ein Tanzabend, der die Kraft der Liebe ebenso in den Mittelpunkt stellt wie ihre Zerbrechlichkeit. Denn wo Liebe verhindert wird, entstehen Verletzungen – nicht nur bei einzelnen Menschen, sondern auch in der Gesellschaft.
Zeitgenössische Interpretation von Romeo und Julia
Mit „ROMEO, JULIA &“ haben die Gastchoreografen Dan Pelleg und Marko E. Weigert eine eigenständige zeitgenössische Weiterentwicklung von Shakespeares Klassiker geschaffen. Musikalische Grundlage ist die Komposition von Sergei Prokofjew.
Durch das Zusammenspiel von Tanz, Musik und Atmosphäre entsteht ein Plädoyer für Offenheit, Vielfalt und Menschlichkeit. Das bewusst ans Ende des Titels gesetzte „&“ steht dabei für all jene Geschichten, Identitäten und Lebensentwürfe, die über Romeo und Julia hinausgehen. Es symbolisiert eine Liebe, die sich nicht an gesellschaftliche Konventionen halten muss, sondern als Ausdruck von Freiheit verstanden werden soll.
Soirée gibt erste Einblicke in die Inszenierung
Bereits vor der Premiere können Interessierte einen ersten Eindruck von der Produktion gewinnen. Bei einer Soirée am heutigen Sonntag, den 8. November, um 18 Uhr geben Dramaturgin Eila Schwedland und die beiden Choreografen Dan Pelleg und Marko E. Weigert Einblicke in die Inszenierung.
Die Veranstaltung findet im Theater am Bismarckplatz statt. Der Eintritt ist frei.
Premiere am 13. November am Bismarckplatz
Die tatsächliche Premiere von „ROMEO, JULIA &“ findet am Freitag, den 13. November, um 19.30 Uhr am Staatstheater Regensburg am Bismarckplatz statt.
Theater Regensburg / RNRed