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Die Ausstellungsreihe SCHAUFENSTER gewährt Einblick in die umfangreichen Bestände der Grafischen Sammlung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie. Thematische oder monografische Präsentationen werden im Wechsel vorgestellt.

Unter dem Titel "Die Lithografie ? Künstlerbildnisse auf Stein" werden im SCHAUFENSTER 6 ab 31. Oktober bis 2. Februar 2014 22 Lithografien gezeigt ? zumeist Selbstporträts der Künstler, aber auch Darstellungen von Kollegen.

"Die Lithografie", so schrieb der Kunsthistoriker Max J. Friedlaender in den 1920er Jahren, "ist ein bequemes und vergleichsweise charakterloses Verfahren." Damit beschrieb er das Charakteristikum, dass diese Drucktechnik von sich aus keinen Einfluss auf den Stil der Künstler ausübt, sondern deren Handschrift unmittelbar wiedergibt.
 
Das Flachdruckverfahren wurde im Jahr 1798 von Aloys Senefelder erfunden und diente ursprünglich zur Vervielfältigung von Musiknoten. Bald schon gehörte die Lithografie zu den beliebtesten Techniken auch in künstlerischen Kreisen. Mit fetthaltiger Kreide oder Tusche kann, wie auf einem Blatt Papier, locker aus der Hand direkt auf den Stein gezeichnet werden. Viele Künstler nutzten die Lithografie zur Reproduktion ihrer Zeichnungen. Andere schätzten das Verfahren selbst und experimentierten mit verschiedenen Zeichentechniken auf dem Stein.

Der Name des Verfahrens leitet sich vom verwendeten Material ab: dem Stein, im Griechischen lithos. Der feinporige Kalkstein wird in Solnhofen im Altmühltal gewonnen.

Die inhaltliche Fokussierung auf Künstlerbildnisse bietet die Möglichkeit, anhand eines der ältesten Themen der Kunstgeschichte auszuloten, welche   gestalterischen Ausdrucksmöglichkeiten die Lithografie bietet und welche Anwendungsbereiche sie abdeckt.

In der Ausstellung sind unter anderem Selbstbildnisse von Lovis Corinth, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz oder Otto Dix zu sehen. Ihre Selbstporträts auf Stein zeigen zum einen den Facettenreichtum des Mediums, zum anderen die unterschiedlichen Sichtweisen, mit denen sich die Künstler selbst gesehen und dargestellt haben: Das kann mal realistisch, mal skizzenhaft, mal humoristisch-selbstironisch, bedrohlich oder überzeichnet-verzerrt sein. Doch nicht nur die Darstellung der eigenen Person, auch der Blick auf befreundete Kollegen zeigt, wie die Künstler ihr eigenes Tun reflektiert haben.

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