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Vor genau 50 Jahren wurde das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg eröffnet. Zur Feier seines 50-jährigen Bestehens lockt das KOG am Jubiläumstag mit freiem Eintritt und verspricht einen Sommer voller Kunst.

Am 11. Juni 1970 eröffnete das Kunstforum Ostdeutsche Galerie – damals noch ohne „Kunstforum“ im Namen. Mit einer ersten Ausstellung weihte das neue Kunstmuseum seinen gerade erst fertiggestellten Anbau im Regensburger Stadtpark ein. Im Jubiläumssommer 2020 öffnet das KOG die Schatzkiste seiner Sammlung. Das Kunst-StellDichEin lädt ab Ende Juni zu exklusiven Begegnungen mit ausgewählten Highlights der Grafischen Sammlung. Ab dem 9. Juli entführt die Ausstellung „Fernweh“ die Fantasie in geheimnisvolle Landschaften, ans Meer und an weitere inspirierende Orte. Das Pop-up-Café vor dem Museum bietet eine erfrischende Pause vom Alltag. Am eigentlichen Jubiläumstag, dem 11. Juni, gibt es freien Eintritt für alle.

Sein Jubiläum hatte das Kunstforum Ostdeutsche Galerie zwar anders geplant, doch die neue Situation schafft auch neue Ideen und Gelegenheiten. Während die Ausstellung des aktuellen Lovis-Corinth-Preis-Trägers Peter Weibel mit dem Motto „(Post-)Europa?“ erst ab Oktober gezeigt werden kann, gibt es im Sommer einige Highlights zu entdecken.

StellDichEin: Grafik vom Feinsten

Das Kunst-StellDichEin zeigt einzigartige Stücke aus der Grafischen Sammlung. Das mobile Gehäuse, gerade mal für ein Werk und einen Besucher/eine Besucherin gebaut, wandert ab Ende Juni durch die Dauerausstellung. Jeden Monat findet so ein Paar zusammen: Eine Papierarbeit in Gegenüberstellung mit einem Gemälde. Dabei ergeben sich überraschende Zusammenhänge. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Kulturpartner Bayern2 entstanden. So können die Besucherinnen und Besucher den Geschichten der Kunstwerke lauschen.
Fernweh: Kunst zum Wegträumen

Auch wenn der tatsächliche Aktionsradius diesen Sommer allgemein beschränkt bleibt – für die Kunst und Fantasie gibt es keine Grenzen. In der Ausstellung „Fernweh“ kann man sich beflügeln lassen und wegträumen. Zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern des Jugendstils erfährt man die Magie und betörende Schönheit der Natur. Das Meer, der Sehnsuchtsort schlechthin, erscheint in seinen verschiedenen Facetten: Sommerlich leicht, umrahmt von Sonne, Sand und gestreiften Strandkörben, aber auch als wuchtiger Wellenschlag von bedrohlicher Kraft. Genauso vielfältig ist es auch gemalt oder gezeichnet – impressionistisch, expressionistisch oder fast abstrakt. Die aus dem Schaum des Meeres Geborene, die Göttin der Liebe – Venus –  , als nackte Schönheit beliebtes Motiv vieler Künstler darf natürlich nicht fehlen.

Die Auswahl aus der Sammlung des Museums umfasst Werke einiger namhafter Künstlerinnen und Künstler, darunter Emil Orlik, Walter Leistikow, Lovis Corinth, Clara Siewert, Adolf Hölzel, Ida Kerkovius, Irma Lang-Scheer, Ernst Mollenhauer, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Den Schnelldurchlauf durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts beschließen Kunstfotografien der letzten Jahre, darunter auch die Dokumentation eines Gemeinschaftsprojekts des kürzlich verstorbenen Christo und seiner Künstlerkollegin und Ehefrau Jeanne-Claude.

Die Ausstellung ist ab dem 9. Juli zu sehen. 

Pop-up-Café: Leckeres zum Mitnehmen

Für das körperliche Wohl sorgt ein Pop-up-Café am Museumsvorplatz. Ab dem 24. Juni serviert Tartine – die mobile Cafébar –  jeweils mittwochs von 11 bis 17 Uhr Kaffee, erfrischende Getränke sowie süße und herzhaft Snacks zum Mitnehmen.

Die roten Säulen: Neuer Teppich für die Kunstinstallation

Seit 2006 flankieren die Säulen von Magdalena Jetelová den Eingang in das Kunstforum Ostdeutsche Galerie. Heute ist das Museum ohne sie nicht mehr denkbar. 2011 hat das KOG die Installation  der international bekannten Bildhauerin, Konzeptkünstlerin und Fotografin angekauft. Das Rot der kippenden Säulen steht für Revolution und Umsturz. Das Gefühl der Instabilität macht vor allem das Material der Oberfläche aus – der rote Teppich. Jetelová, die aus politischen Gründen aus der sozialistischen Tschechoslowakei nach Deutschland emigrierte, setzte mit ihrem Kunstwerk ein universelles Zeichen: ein Mahnmal gegen totalitäre Regime. Für das KOG signalisiert die Kunst am Bau den Fokus auf die Gegenwartskunst. Anlässlich des Jubiläums wird die Ummantelung der Säulen erneuert.

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