Mit einem Besucherrekord im Jahr 2025, preisgekrönten Ausstellungen und einem vielseitigen Programm startet das Haus der Bayerischen Geschichte in ein starkes Jahr 2026. Von der Landesausstellung „Musik in Bayern“ bis zu „Brennpunkt Bayern“ spannt sich der Bogen von kultureller Vielfalt über Demokratiegeschichte bis hin zu nachhaltiger Museumsarbeit.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 22. Januar, stellte das Haus der Bayerischen Geschichte nicht nur neue Ausstellungen für das Jahr 2026 vor, sondern blickte auch auf das überaus erfolgreiche vergangene Jahr zurück.
Besucherrekord in Regensburg
Das Haus der Bayerischen Geschichte hat das vergangene Jahr mit einem Besucherrekord abgeschlossen: 318.025 Besucherinnen und Besucher haben 2025 die Ausstellungs- und Veranstaltungsangebote in Regensburg genutzt. Das waren die Bayerische Landesausstellung zu „Ludwig I.- Bayerns größter König?“ mit 110.591 Besuchen sowie die permanent laufende Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn besonders macht“ mit ihrer integrierten Kabinettausstellung „Sau sticht König“. Dazu kam seit Mitte November die Foyer-Ausstellung „Geschichten aus dem Bayerwald II“. Damit erfuhr die seit 2024 beliebte Fotoausstellung „Menschen im Bayerischen Wald 1900–1950“ eine umfangreiche und spektakuläre Fortsetzung.
Die begleitenden Veranstaltungen wie die Nacht der Mode im August und das Fest der Demokratie im Oktober erwiesen sich ebenfalls als Besuchermagnete.
Ausgezeichnet: Bayernausstellung „Projekt Freiheit – Memmingen 1525“ erfolgreichste Sonderausstellung zum Thema Bauernkrieg
Auch die Besucherzahlen der Bayernausstellung in Memmingen machen deutlich: Die Ausstellung rund um die vor 500 Jahren in Memmingen verfassten Zwölf Artikel war ein voller Erfolg! 53.275 Besuche wurden allein im Dietrich-Bonhoeffer-Haus gezählt. Als zentraler Baustein des Bauernkriegs-Gedenkjahres war die vom Haus der Bayerischen Geschichte konzipierte, zusammen mit der Stadt Memmingen präsentierte Ausstellung seit 16. März an den beiden Spielorten zu sehen.
Im Vergleich zu den Landesausstellungen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Thüringen rangiert die Schau in Memmingen als eine der, wenn nicht die erfolgreichste Sonderausstellung zum Bauernkriegsjahr überhaupt!
Rund um das zentrale Exponat – eine originale Ausgabe der Zwölf Artikel von 1525 – war eine immersive Ausstellung mit vielen medialen und inszenatorischen Elementen ins Werk gesetzt worden. Für diese hat das gestaltende Büro puer aus Stuttgart Mitte November in Wiesbaden den DDC Award gewonnen, der dieses Jahr unter dem Titel „Was ist gut“ lief und Design Projekte ganzheitlich bewertete.
Umfassende Nachhaltigkeitsstrategie im Haus der Bayerischen Geschichte
Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg hat im Januar 2026 die Planungen für eine ultraleichte Photovoltaik-Anlage auf dem Museumsdach aufgenommen. Die Umsetzung dieser Planungen ist ein weiterer Meilenstein in Richtung autarke Betriebsführung. Die Planungen sind Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die darauf abzielt, den Status als ökologische, energieeffiziente und klimafreundliche Kultureinrichtung weiter auszubauen. Da das Dach herkömmliche Module nicht trägt, verwenden wir Ultraleichtmodule eines österreichischen Herstellers, die direkt mit dem Dach verklebt sind. Deren Effizienz wurde anhand zweier Probeflächen bestätigt: Seit September 2025 ist die Modellanalage betriebsbereit.
Neue Ausstellung „Musik in Bayern“ gibt den Takt vor
Vom 25. April bis 08. November 2026 wird das TonYversum in Freyung zum musikalischen Highlight der Stadt. Sowohl das Auge als auch das Ohr werden hier gefordert: Die Ausstellung beginnt mit einem eigens produzierten Film, der seinen Inhalt ausschließlich durch Musik erzählt. Anschließend geht es für die Besucherinnen und Besucher über eine selbstgebaute Klangbrücke weiter zur Ausstellung, die eine musikalische Zeitreise bietet. „Wir zeigen, wie wichtig die bayerische Musik eigentlich ist“, sagt Dr. Peter Wolf, Projektleiter der Landesausstellung, bei der Pressekonferenz im Januar.
„Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“ in Regensburg
Neben der Bayerischen Landesausstellung in Freyung findet 2026 auch die Ausstellung „Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“ im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg statt. Die Ausstellung ist vom 08. Juli 2026 bis zum 07. August 2027 zu sehen. Der einjährige Ausstellungszeitraum wurde vor allem für Schulklassen geplant: So sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit haben, in die Zeit des Nationalsozialismus einzutauchen und mit interaktiven Spielen die historischen Mechanismen kritisch zu reflektieren.
Weiteres Highlight: Das „Fest der Demokratie“
Bereits zum dritten Mal steht in diesem Jahr das „Fest der Demokratie“ auf dem Programm. Vom 24. Bis zum 26. Juli 2026 wird das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zum Hotspot.
Haus der Bayerischen Geschichte / Sarah Solleder / RNRed