Das Collegium musicum Regensburg präsentiert ein Passionskonzert mit Antonio Caldaras „Stabat Mater“ und der „Missa dolorosa in e-Moll“. Solisten, Chor und Streicherensemble gestalten unter Leitung von Wolfgang Kraus ein eindrucksvolles Programm barocker Kirchenmusik.
Das Collegium musicum Regensburg lädt am Sonntag, den 15. März 2026, um 19:00 Uhr zu einem Passionskonzert in die Kirche St. Franziskus in Regensburg-Burgweinting ein. Auf dem Konzertprogramm stehen zwei Werke des italienischen Barockkomponisten Antonio Caldara (1670-1736), nämlich sein „Stabat Mater“ und die „Missa dolorosa in e-Moll“ für Solisten, Chor und Streicherensemble. Unter der Leitung von Wolfgang Kraus musizieren Solisten, der Chor und Instrumentalisten des Collegium musicum. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, Spenden werden sehr gerne angenommen.
Antonio Caldara und sein Werk
Der Venezianer Antonio Caldara komponierte eine schier unüberschaubare Zahl von musikalischen Werken, darunter 80 Opern, 43 Oratorien und mehr als 100 Messen. Nach Stationen in Venedig, Mantua und Rom lebte und wirkte er ab 1716 bis zu seinem Lebensende als Vizekapellmeister am kaiserlichen Hof in Wien. Dort komponierte er für das damals neu eingeführte Fest der „Sieben Schmerzen Mariens“ die sehr ausdrucksvolle Sequenz „Stabat Mater“ und die „Missa dolorosa in e-Moll“. Beide Werke verteilen den liturgischen Text auf vier Solisten und den ebenfalls vierstimmigen Chor, der von Streichern und der Orgel unterstützt wird.
Barocke Ausdruckskraft und Wirkungsgeschichte
Auch wenn Caldaras Musik heute nicht mehr so bekannt ist wie etwa die Musik seines venezianischen Landsmannes Vivaldi, gehört sie doch zu den besonders ausdrucksstarken und kunstvollen Beispielen barocker Kirchenmusik, die auch bei Komponistenkollegen wie Bach und Mozart sehr geschätzt wurde, wie Bearbeitungen und Abschriften durch deren Hände zeigen. Auch heute überzeugt diese Musik durch ihre abwechslungsreiche und intensive Ausdeutung des lateinischen Textes.
Wolfgang S. Kraus / RNRed