In wenigen Wochen ist Welttag des Theaters und zur Feier des Tages hat das Theater Regensburg etwas Besonderes geplant: Kostenlos und im Freien treten vier Schauspielerinnen auf und tragen Reden von prominenten feministischen Figuren vor.
„Warum ist Sie nicht Präsident?“ Mit dieser Frage aus „Die Schattenpräsidentinnen“ lädt das Theater Regensburg am Freitag, den 27. März 2026, dem internationalen Welttag des Theaters, um 18:00 Uhr für eine Stunde auf den Bismarckplatz ein.
Vier Schauspielerinnen, die auch in „Die Schattenpräsidentinnen“ auf der Bühne zu erleben sind, machen den öffentlichen Raum vor dem Theater zu einer „Speakers Corner“ der besonderen Art: Mit beeindruckenden Reden von Frauen.
Redekunst seit der Antike
Die öffentliche Rede ist nicht nur die älteste performative Form des Sprechens – schon die antiken Philosophen widmeten sich umfänglich den Regeln der Rhetorik, der Sprechkunst – sondern auch ein immer noch wirkmächtiges und durch alle historischen und politischen Phasen präsentes Instrument. Sie kann überzeugen, begeistern, warnen, werben, vereinen und polarisieren, motivieren und agitieren. Als performativer Monolog, an eine konkrete Zuhörerschaft gerichtet, ist sie dem Theater verwandt.
Wichtiger denn je
Während die mächtigsten Männer der Weltpolitik heute oft mittels plumper Sprüche die Aufmerksamkeitsmaschinerie befeuern und von der einstmaligen Kunst der Rede wenig übriggeblieben zu sein scheint, widmen sich die Schauspielerinnen Kathrin Berg, Sophie Juliana Pollack, Franziska Sörensen und Natascha Weigang am Welttag des Theaters einigen beeindruckenden Reden von Christa Wolf, Bertha von Suttner, Helene Lange und Helke Sander. Umsonst und draußen!
Theater Regensburg / RNRed