Die Ausstellung „Different Creature“ von Daria Moser im Rathaus Pentling verbindet persönliche Erfahrung mit gesellschaftlicher Relevanz. Die Werke von Daria Moser thematisieren Gewalt, Wandel und Heilung und setzen ein eindrucksvolles Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und Solidarität.
Mit der Ausstellung „Different Creature“ setzen die Gemeinde Pentling und die Gleichstellungsstelle des Landkreises Regensburg ein eindrucksvolles Zeichen gegen Gewalt. Zur Vernissage am Mittwoch, den 15. April, um 16:00 Uhr im Rathaus Pentling sind alle Interessierten herzlich eingeladen, ein Zeichen für Solidarität zu setzen, sich zu informieren und die Kraft der Kunst als Impuls für Veränderung zu erleben. Die Ausstellung ist vom Mittwoch, den 15. April, bis Mittwoch, den 10. Juni, im Rathaus Pentling zu den Öffnungszeiten zu sehen.
Persönlicher und künstlerischer Wendepunkt
Die Werke von Daria Moser sind untrennbar mit ihrer persönlichen Geschichte verbunden: Als Betroffene häuslicher Gewalt und Überlebende eines versuchten Femizids im Jahr 2023 wurde die Malerei für sie zu einem zentralen Ausdrucks- und Verarbeitungsraum. Als autodidaktische Künstlerin schöpft sie ihre Inspiration aus eigenen Erfahrungen und übersetzt diese in kraftvolle, meist großformatige Acrylgemälde.
Ihre aktuellen Arbeiten markieren einen persönlichen wie künstlerischen Wendepunkt: Nicht mehr der Schmerz steht im Vordergrund, sondern die leise Stärke, die daraus erwachsen ist. Die Bilder erzählen von Heilung, innerem Wandel und Transformation sowie der Bereitschaft, sichtbare wie unsichtbare Narben anzunehmen und laden dazu ein, neue Perspektiven zu entwickeln. Zugleich rückt die Ausstellung ein drängendes gesellschaftliches Problem in den Fokus: Häusliche Gewalt betrifft vor allem Frauen – unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Alter. Trotz ihres erheblichen Ausmaßes ist sie nach wie vor oft schambesetzt, tabuisiert und geschieht meist im Verborgenen. Aktuelle Erkenntnisse, etwa aus der Dunkelfeldstudie „LESUBIA“, machen das tatsächliche Ausmaß und die hohe Dunkelziffer geschlechtsspezifischer Gewalt deutlich. Femizide – die gezielte Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts – stellen dabei die extremste Form dieser Gewalt dar und sind Ausdruck tief verwurzelter struktureller Ungleichheiten.
Austausch und Einblicke in die Praxis
Die Fachstellen des Regensburger Runden Tisches gegen häusliche Gewalt – das Autonome Frauenhaus Regensburg e.V., die Fachstelle Täterarbeit häusliche Gewalt (FTA) Oberpfalz Süd mit Kontakt e.V. und der WEISSE RING e.V. – geben in kurzen Inputvorträgen Einblicke in die Thematik häusliche Gewalt und ihre Arbeit. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch mit der Künstlerin und den Fachstellen. Die ausgestellten Werke können zudem erworben werden. Kontakt: Für Rückfragen steht Ihnen die Gleichstellungsstelle des Landratsamts Regensburg gerne zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Landratsamt Regensburg / RNRed