Mit „Fußläufig ins Paradies“ feiern die Kulturoptimisten ihr fünfjähriges Bestehen mit einem einwöchigen Festival im Emmeram-Areal in Regensburg. Es ist ein vielfältiges Kulturprogramm mit Konzerten, Theateraufführungen und Weinproben mitten im Herzen der Domstadt geplant.
Von Sonntag, den 14. Juni, bis Samstag, den 20. Juni, feiern die Kulturoptimisten im gesamten Emmeram-Areal ihr fünfjähriges Bestehen mit einem eigenen kleinen Festival. Im Pfarrgarten unter den alten Apfelbäumen, in der altehrwürdigen barocken Basilika, in St. Rupert und sogar in der romanischen Wolfgangskrypta und auf dem Dionysiuschor entsteht ein abwechslungsreiches Programm mit Konzerten und Theater, Weinprobe und Schauspielführung, Gesprächsabend und als krönendem Abschluss das beliebte Galakonzert.
Die Idee des Festivals
Seit Gründung der Kulturoptimisten war die Mission immer, besondere Orte zu entdecken und mit Kulturprojekten zu bereichern. Auch immer wieder in Verbindung mit Künstlern der Regensburger freien Szene. So entstanden unter anderem Konzerte auf dem Bauernhof in Schwetzendorf, Theaterprojekte im Stadtpark oder dem alten Uhrenhaus der Rewag, Lagerfeuerkonzert in Matting und Weinproben vor dem Salettl in Kumpfmühl.
Im Areal der Pfarrei St. Emmeram haben die Kulturoptimisten nun die Möglichkeit, viele dieser Ideen einmal für eine ganze Woche zu präsentieren – an einem besonderen Ort mitten in der Stadt und sogar im Grünen. Das Programm zeigt eine aufregende Vielfalt aus den unterschiedlichsten Genres – darunter viele kleine, intime Veranstaltungen, die in dieser einzigartigen Umgebung ungeahnte Kraft entfalten. Fußläufig ins Paradies versetzt den altehrwürdigen Ort für eine Woche in einen kulturellen Ausnahmezustand.
Kooperation mit dem EmmeramForum
Besonders ist auch hier die Zusammenarbeit mit Stadtdekan Roman Gerl und dem neuen EmmeramForum, geleitet von Heidi Ferst. Das ehemalige Pfarrhaus wurde mit viel Liebe zum Detail als Ort für Begegnungen, Gemeinschaft und Kultur saniert und neugestaltet. Es bietet Räume für Veranstaltungen, beherbergt die KEB und ein wunderschönes Café. Zum Auftrag des neuen Forums - einem Dreiklang aus Begegnung, Bildung und Kultur - können die Kulturoptimisten mit ihrem Programm beitragen. Mit Fußläufig ins Paradies wird das Publikum quasi aus dem Alltag entführt und dieser paradiesischen Ort mitten in der Altstadt kulturell in Szene gesetzt. Gleichzeitig bietet die Anbindung an die Infrastruktur des Hauses auch Regenausweichmöglichkeiten für alle Veranstaltungen im Apfelgarten.
Münchner Zugverbindung - Posaunenquartett in der Basilika St. Emmeram
Die vier Musiker der Münchner Zugverbindung eröffnen Fußläufig ins Paradies am Sonntag, den 14. Juni, um 19:30 Uhr mit einem vielseitigen und unterhaltsamen Programm-Mix aus Werken von Bach und Bruckner, mit zeitgenössischen Stücken von Jan Koetsier oder Georg Gershwin und einer charmanten Moderation.
Balladen - Weinverkostung mit Lesung
Im idyllischen Pfarrgarten stellt Daniela Mück am Montag, den 15. Juni, um 19:00 Uhr sechs deutsche Weinregionen und ihre Weine mit unterhaltsamen Infos zu den regionalen Besonderheiten vor. Dazu gibt es eine Lesung von Julia Schuler mit bekannten und unbekannten Balladen von Brentano bis Morgenstern, süddeutsche Schmankerl vom Buffet und eine Verkostung der vorgestellten Weine.
Kirchenfeindlich oder in Geldnöten? – Gesprächsabend mit Geschichte und Genuss
Ein Gesprächsabend über Ende der bayerischen Klöster 1802/1803 über Macht und Geld, Kirche und Politik an einem Ort auf den diese Ereignisse unmittelbare bis heute greifbare Auswirkungen hatten: das ehemalige Kloster St. Emmeram. Unter den alten Apfelbäumen im Pfarrgarten entsteht am Dienstag, den 16. Juni, um 18:30 Uhr ein lebendiger Diskurs mit der Münchner Historikerin Dr. Katharina Weigand und Prof. Dr. Jörg Zedler, derzeit am Lehrstuhl für Bayerische Geschichte an der Uni Regensburg – dazu eine entspanne Atmosphäre, Getränke und Leckerbissen vom Buffet.
In between strings - Olivia Neuhauser mit Konzert- und Barockharfe
Ganz intim, ganz nah: Mit Konzert- und Barockharfe spannt die Tiroler Harfenistin Olivia Neuhauser bei ihrem Solokonzert in der Wolfgangskrypta am Mittwoch, den 17. Juni, um 19:30 Uhr einen Bogen durch die Jahrhunderte. Von der leisen Melancholie der alten Meister wie Kapsberger bis zu den flirrenden Klangwelten des Impressionismus und der Moderne mit Werken von Debussy und Einaudi.
Der Ackermann und der Tod - Theaterstück von Dominik Wilgenbus
Was als Totenmesse beginnt, wird schnell zu einem erbitterten Streit, als ein Ackermann am Sarg seiner jungen Frau den Tod selbst zur Rede stellt. Das Kammerspiel – aufgeführt im Dionysiuschor auf der Westempore der Basilika - erzählt mit zeitloser Wucht von Liebe, Verlust und dem Recht auf Glück. Der Regisseur Dominik Wilgenbus verfasste das Theaterstück auf Grundlage des Prosatextes Der Ackermann aus Böhmen von Johannes von Tepl, entstanden um 1401 nach dem Tod dessen Frau. Der Text gilt als eines der bedeutendsten Werke der spätmittelalterlichen deutschen Literatur. Aufgeführt wird das Theaterstück am Donnerstag, den 18. Juni, um 19:30 Uhr.
Fesselnde Klangwelten - Vincent Babl mit Akustik- und Harfengitarre
Mit Akustik- und Harfengitarre und seinem Effektboard öffnet der Regensburger Gitarrist Vincent Babl vielseitige Klangräume am Freitag, den 19. Juni, um 19:30 Uhr. Seine Musik wächst vor den Augen und Ohren des Publikums: Einzelne, warme Gitarrentöne werden in das steinerne Gewölbe der Wolfgangskrypta geschickt, bleiben dort schweben, bekommen Gesellschaft von filigranen FingerstyleLinien und formen sich zu verträumten Klanglandschaften.
Kein roter Faden im Garten – Galakonzert mit Salonorchester
Das jährliche Galakonzert am Samstag, den 20. Juni, ab 20:00 Uhr ist eine Eigenproduktion der Kulturoptimisten. Bei „Kein Roter Faden“ stellen Ilonka Vöckel (Sopran), Juan Carlos Falcón (Tenor) und Daniel Gutmann (Bariton) ihre ganz persönlichen Lieblingsstücke vor und führen auch selbst charmant und witzig durch den Abend. Mit berührenden Soli aus Carmen, Duetten aus beliebten Musicals und Operetten aber auch fetzigen gemeinsamen Stücken von den Gipsy Kings oder Frank Sinatra. Begleitet werden die drei auf ihrer musikalischen Nostalgiereise von Daniels Gitarre und dem wunderbaren Salonorchester aus Musikerinnen und Musikern des Staatstheaters am Gärtnerplatz unter der Leitung von Andreas Kowalewitz.
Begleitprogramm für die ganze Woche – mit wechselnden Uhrzeiten
Der Kopflose von Emmeram - Schauspielführungen mit dem Teatro Blanco
In der ehrwürdigen Basilika St. Emmeram erwacht die Geschichte zum Leben, als ein grantiger Lateinlehrer und eine leidenschaftliche Kunstlehrerin im Jahr 1950 auf Zeugnisse der geheimnisvollen Vergangenheit des ehemaligen Benediktinerklosters stoßen… Ein Wandeltheater durch St. Emmeram, St. Rupert und durch die Geschichte mit Julia Schruff und ihrem Teatro Blanco.
Tickets und Infos
Tickets für alle Veranstaltungen und weitere Informationen zu Fußläufig ins Paradies gibt es online bei den Kulturoptimisten (www.die-kulturoptimisten.de) oder telefonisch unter 0941 – 57464 sowie bei der Tourist Info am Rathausplatz. Für Interessierte, die mehrere Veranstaltungen buchen möchten, wird auch ein ermäßigtes Festivalpaket angeboten. Es umfasst das Eröffnungskonzert, das Galakonzert, eines der beiden Konzerte in der Krypta nach Wahl und die Schauspielführung.
DIE KULTUROPTIMISTEN / RNRed