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Organist Christoph Schoener stellt am Mittwoch seine Virtuosität im Dom St. Peter unter Beweis und greift dabei nicht nur auf das Repertoire altbekannter Meister am Pfeifeninstrument zurück.

Organist Christoph Schoener wirkte als Kirchenmusikdirektor an der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg und ist als Interpret weltweit in Kathedralen und Konzertsälen gefragt. Er interpretiert Johann Sebastian Bachs Passacaglia et Thema fugatum in c-Moll (BWV 582) die wie ein reifes Spätwerk des Thomaskantors wirkt, aber vor 1713 entstanden ist. Johannes Brahms‘ Variationen und seine Fuge über ein Thema von Händel op. 24 – geschrieben für Klavier – lassen erahnen, welch überragende Orgelwerke Brahms geschaffen hätte, wäre er intensiver mit dem Orgelschaffen seiner Zeit konfrontiert worden. In der Transkription der Kanadierin Rachel Laurin erleben die Zuhörer im Dom St. Peter ein grandioses Orgelwerk eines großen Komponisten. Zwei Stücke aus der fast verborgenen Werkgruppe Skizzen für den Pedalflügel op. 58 des Romantikers Robert Schumann erweisen sich auf der großen Orgel interpretiert als romantisches Musikerlebnis.

Christoph Schoener, geboren in Heidelberg, studierte in Freiburg, Paris und Amsterdam bei Ludwig Doerr, Gaston Litaize und Ewald Kooiman mit abschließendem Solistendiplom der Musikhochschule Freiburg. Ausgezeichnet wurde er mit einem Stipendium der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ und einem „Premier Prix a l’unanimité“ zum Abschluss des Orgelstudiums in Paris. Nach langjähriger Tätigkeit als Kantor und Organist in Leverkusen und als Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde er 1998 als Kirchenmusikdirektor an die Hauptkirche St. Michaelis – Hamburgs Wahrzeichen – berufen. Seitdem führt er mit dem Chor St. Michaelis regelmäßig alle großen Werke Johann Sebastian Bachs auf, dazu bedeutende Chor/Orchesterwerke von Monteverdi, Telemann, Händel, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Brahms, Bruckner, Dvorak, Verdi, Liszt, Poulenc, F. Martin, Rihm und Bernstein.

Als Organist konzertierte Christoph Schoener in vielen Kathedralen und Musikzentren in Europa, Israel, Südafrika und in den USA. Mehrfach war er in der Hamburger Elbphilharmonie und beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu Gast. Über zwanzig Jahre unterrichtete Christoph Schoener neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit künstlerisches Orgelspiel an deutschen Musikhochschulen. Seine Einspielung der Orgeltoccaten von J.S. Bach wurde 2016 mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet. 2018 erhielt er vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel Professor.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Michael Zapf

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