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In 17 Tage wird im Haus der Bayerischen Geschichte die Bayerische Landesausstellung „Hundert Schätze aus tausend Jahren“ eröffnet. Nach und nach reisen die 100 Schätze aus den verschiedensten Winkeln Europas an. Am Freitag war ein Prunkstück aus Würzburg dabei: der Hl. Nikolaus.

Der Hl. Nikolaus ist ein Werk von Tilman Riemenschneider (um 1460-1531), der heute als der Bildhauer an der Wende von der Gotik zur Renaissance gilt. Riemenschneider ist vor allem für seine unbemalten Bildwerke aus Lindenholz berühmt und gilt als Schöpfer anmutiger, in sich ruhender, einfarbiger Schönheiten aus Holz oder Stein. Er schuf aber auch Bildwerke, die von vorneherein für eine Bemalung vorgesehen waren.

Ursprünglich wurde die Heiligenfigur wohl für einen Altar im Siechenhaus St. Nikolaus in Würzburg angefertigt. 1882 gelangte sie in die Städtischen Kunstsammlungen und war später im Mainfränkischen Museum ausgestellt. Das Gebäude wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges wie die gesamte Würzburger Innenstadt fast vollständig zerstört. Die Figur galt danach als verbrannt. Erst 1950 stellte sich heraus, dass sie im Schutt durch einen Privatmann sichergestellt worden war. Der Finder ließ den Hl. Nikolaus durch einen Mittelsmann an das Mainfränkische Museum zurückgeben, das 1947 in der Festung Marienberg mit ersten Schauräumen wiedereröffnen konnte.

Vom 27. September 2019 bis 8. März 2020 gehört der Hl. Nikolaus aus Würzburg nun zu den „Hundert Schätzen aus tausend Jahren“ in der Bayerischen Landesausstellung 2019 / 2020 in Regensburg. Ausgewählte Objekte aus dem 6. Jahrhundert bis 1800 ermöglichen aufregende Einblicke in vergangene Zeiten und zeigen historische Entwicklungen auf. Ergänzt werden sie durch biografische Skizzen. Eine jüdische Ärztin, ein Kaufmann, eine Bauerstochter oder der Dorfgeistliche begleiten den Besucher in die Vergangenheit und schildern aus ihrer Sicht den Lauf der Zeiten.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | www.altrofoto.de

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